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Portraits

Salka Dziadek und Corina Schulze: Sportliche Franchise-Unternehmerinnen

FOTONACHWEIS
Foto: © Salka Dziadek und Corina Schulze

Zu zweit macht der Gang ins Fitnessstudio mehr Spaß. Und zu zweit macht es übrigens auch mehr Spaß, ein Fitnesscenter zu eröffnen. Salka Dziadek und Corina Schulze haben das ausprobiert. Die Unternehmerinnen haben sich mit einer Franchise-Filiale des Sportunternehmens Mrs. Sporty selbstständig gemacht. Eine der Gründerinnen hat Landschaftsarchitektur studiert, die andere Betriebswirtschaft. Beide haben einige Zeit in Management-Positionen gearbeitet, und beide haben immer Sport getrieben.

Der Wunsch, anderen Frauen zu mehr Fitness, Beweglichkeit und Selbstbewusstsein zu verhelfen, hat Corina Schulze und Salka Dziadek schließlich auf die Idee gebracht, gemeinsam ein Studio zu eröffnen. Zuvor hatte jede für sich bereits eine Filiale von Mrs. Sporty betrieben. Das Unternehmen hat einen anderen Ansatz als die meisten Studios. Hier dauert das Trainingsprogramm eine halbe Stunde. Es ist als Zirkeltraining konzipiert, und das Programm beinhaltet auch ein Ernährungskonzept.

Individuelles Personal-Training 

Vor zwei Jahren hat Mrs. Sporty dann ein Konzept gestartet, welches mittels Smarttrainern das Konzept des Zirkeltrainings mit dem des funktionellen Trainings verbindet – so dass ein individuelles Personal-Training für jede Frau möglich wird. Dieses Modell hat die beiden so begeistert, dass sie einen der ersten Clubs in Berlin mit der neuen Trainingsweise eröffnet haben.

Für Corina Schulze war die Selbstständigkeit gewissermaßen vorgezeichnet. „Ich komme aus einer Familie von Selbstständigen, und mir schwebte schon immer vor, einmal Unternehmerin zu werden“, sagt sie. Salka Dziadek war in einem aufwändigen Management-Job in einem großen Unternehmen tätig und ihr wurde immer klarer, dass es schön wäre, ihr Potenzial für sich selbst zu verwenden.

So fanden die beiden zusammen und eröffneten im Oktober 2014 ihr Fitnessstudio als Franchising-Betrieb.

Als Franchisenehmer sind sie dabei wirtschaftlich voll verantwortlich, sie arbeiten als selbstständige Unternehmer auf eigene Rechnung in eigenen Räumlichkeiten, erhalten aber Hilfe vom Franchisegeber, der das Geschäftsmodell mit Schutzrechten, Schulungen und Marketingunterstützung zur Verfügung stellt. Dennoch: In das Geschäftliche muss sich ein Gründer auch bei diesem Modell einarbeiten. „Viel Hilfe haben wir hier vom Gründerzentrum der Berliner Volksbank erhalten, das immer mit Rat und Unterstützung für uns da war und immer noch ist“, sagt Corina Schulze.

Promotion-Einsätze gehören zum Job

Am Anfang hatten die beiden Gründerinnen gut und gerne eine 60-Stunden-Woche. Jede der beiden hat sich in alle Bereiche des Geschäfts eingearbeitet, um Einblick die Gesamtheit der Aufgaben zu erhalten. Heute ist der Job nicht mehr ganz so zeitaufwändig. Doch auch an den Wochenenden gibt es Dinge zu tun. Häufig sind die beiden zum Beispiel im Promotion-Einsatz auf Festen und Veranstaltungen.

Salka Dziadek kümmert sich mittlerweile vor allem um die Finanzen, Corina Schulze hat mehr das Training und die Mitarbeiterschulung im Blick. Nicht jede der beiden ist täglich vor Ort, denn es gibt jeweils ja auch noch die eigenen Studios.

Der Aufwand, sagen die beiden Frauen, lohne sich dennoch. Es sei einfach schön, mit Menschen arbeiten zu können und die Erfolge zu sehen, die sich nach und nach einstellen. Die meisten ihrer Kundinnen sind ab vierzig Jahre alt, genau wie die Betreiberinnen. Ein Alter, in dem sich viele Menschen vornehmen, wieder zu neuer Form zu finden.

Ohne Zahlen geht es nicht

Zum Stressabbau können die beiden Unternehmerinnen gleich am Arbeitsplatz bleiben. Sie trainieren selbst zwei- bis dreimal in der Woche in ihrem Club.

Für die Zukunft können sich beide noch weitere Aufgaben und Tätigkeiten vorstellen. Corina Schulze möchte sich weiter mit dem Thema Training und Ernährung beschäftigen, um eventuell auch noch als Coach zu arbeiten. Salka Dziadek schließt nicht aus, dass sie noch einen weiteren Club eröffnet.

Die Energien der beiden scheinen noch lange nicht erschöpft. Auch dank einer positiven Einstellung, wie man sie zum Gründen brauche, wie Corina Schulze und Salka Dziadek sagen. Doch neben dem Mentalen und den fachlichen Kenntnissen sind für die Selbstständigkeit auch andere Fähigkeiten unabdingbar: „Wer gar keine Kenntnisse in Betriebswirtschaft hat, dem würde ich eher abraten, Unternehmer zu werden“, merkt Salka Dziadek an.