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Viele Unternehmer investieren privat, um ihr Unternehmen zu stützen

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Fast sieben von zehn Unternehmern von klein- und mittelständischen Firmen greifen weltweit auf ihr persönliches Vermögen zurück oder nehmen Hypotheken auf ihr Haus auf, um ihr Geschäft zu unterstützen.

Dies belegt eine Kundenumfrage des Software-Herstellers Sage unter mehr als 1.000 Unternehmen in den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Südafrika und Deutschland.

Demnach hat knapp die Hälfte aller Unternehmer eine Hypothek auf ihr Eigenheim aufgenommen oder ihr privates Vermögen in ihr Geschäft investiert.

Arbeiten, arbeiten, arbeiten

Knapp drei von zehn KMU-Unternehmer arbeiten außerdem mehr als 50 Stunden die Woche. 43 Prozent arbeiten auch am Wochenende, und 50 Prozent haben im letzten Jahr nicht ihren ganzen Urlaub genommen.

Unternehmer in Deutschland liegen hier laut Sage zum Teil sogar weit über dem Durchschnitt: Hierzulande arbeiten 41 Prozent mehr als 50 Stunden die Woche, und 63 Prozent haben im letzten Jahr nicht ihren ganzen Urlaub genommen.

Mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmer arbeiten außerdem regelmäßig am Wochenende, was ebenfalls über dem weltweiten Durchschnitt der Umfrage liegt.

KMU fordern mehr Unterstützung vom Staat

Mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmer gaben in der Studie an, dass sie nie finanzielle oder anderweitige Unterstützung vom Staat erhalten haben.

Die Top drei Dinge, die deutsche Unternehmer daher von ihrer Regierung fordern:

  1. Vereinfachung von Gesetzen und Bürokratie (93 Prozent)
  2. Reduzierung von Steuern (41 Prozent)
  3. Investitionen in technologische Infrastruktur wie Breitbandausbau und WLAN (33 Prozent).

Diese Forderungen bestätigt auch die aktuelle Studie von Sage „Bürokratie im Mittelstand“, wonach 92 Prozent der mittelständischen Unternehmer sich von Bürokratie belastet fühlen und 75 Prozent eine Vereinfachung des Rechtssystems fordern.