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Umfrage: Pensionslasten drücken auf Investitionen

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Die anhaltende Niedrigzinsphase belastet zunehmend auch die betriebliche Altersvorsorge der deutschen Betriebe.

Das ergibt eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter mehr als 9.000 Unternehmen.

Demnach müssen viele Unternehmen die Pensionsrückstellungen für Mitarbeiter angesichts der Niedrigverzinsung aufstocken.

Mehr Aufstockungen, weniger Investitionen

Das bleibe nicht ohne Folgen, so Volker Treier, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK): „Die steigenden Pensionslasten werden vielerorts zum Hemmschuh für Investitionen.“

Insgesamt fährt der Umfrage zufolge jedes zehnte Unternehmen aufgrund dieser Kostensteigerung seine Investitionspläne zurück, unter den Großunternehmen mit 1.000 und mehr Beschäftigten gilt das sogar für ein knappes Viertel.

Treier: „Das gefährdet die Neuentwicklung von Produkten und Leistungen – und damit den Unternehmenserfolg und die Beschäftigung.“

Steuergesetzgebung verschärft Kostenproblematik

Erheblich verschärft würden die negativen Auswirkungen der Niedrigzinsen durch die deutsche Steuergesetzgebung, klagt er: „Aktuell müssen die Unternehmen zusätzliche Rückstellungen bilden, um ihre Pensionszusagen in der Zukunft trotz Niedrigzinsen einhalten zu können. Diese zusätzliche Vorsorge wird allerdings wie ein Gewinn des Unternehmens behandelt – und entsprechend besteuert.“

Allein mittelständische Unternehmen hätten damit seit 2008 bereits mehr als 500 Millionen Euro an Steuern auf Gewinne gezahlt, die sie gar nicht erzielt hätten.