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Zehn Mythen des elektronischen Zeitalters

FOTONACHWEIS

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Jeder kennt die Aussagen von wohlmeinenden Menschen zu Computern und Smartphones, man solle dies und jenes nicht und das könne nicht sein, weil … Sie halten sich hartnäckig, die Mythen der modernen Elektronik, obwohl nichts dran ist.

 Mythos 1: Apple-Geräte bekommen keine Viren

Dass Apple-Computer lange Zeit von Schadprogrammen verschont blieben, lag einzig und allein an der Tatsache, dass es – im Vergleich zu Windows-Computern – nur vergleichsweise wenige Mac-Rechner gab. Daher war es für Hacker nicht so reizvoll, für das Betriebssystem Mac OS X Schadprogramme zu entwickeln. Inzwischen jedoch gibt es neben Mac-Rechnern auch das iPhone und das iPad und nimmt die Zahl der Apple-Geräte auf dem Markt zu. Damit steigt auch die Wahrscheinlichkeit für Angriffe auf diese Geräte. Insofern gilt auch hier: Virenschutz nicht vernachlässigen!

Mythos 2: Akkus erst aufladen, wenn sie fast leer sind

Wer den Akku seines Smartphones oder Laptops laden lässt, bevor er richtig leer ist, verringert auf Dauer die Speicherkapazität des Akkus. Stimmt nicht: Jeder Akku hält eine begrenzte Zahl von Ladungsvorgängen. Als Ladevorgang gilt dabei jedoch das vollständige Aufladen des Akkus. Lädt man den Akku nur halb auf, dann zählt das auch nur als halber Ladevorgang. Erst wenn der Akku eine bestimmte Anzahl kompletter Ladevorgänge „durchlebt“ hat, wird er schwächer und verliert seine Speicherkapazität.

Mythos 3: Smartphones und Tablet nie über Nacht laden

Sein Mobiltelefon oder Tablet abends an das Ladekabel anschließen und über Nacht laden lassen soll ebenfalls den Akku zerstören. Stimmt nicht: Moderne Akkus stoppen den Ladevorgang, wenn sie komplett aufgeladen sind – egal, ob sie dann noch am Ladekabel hängen oder nicht. Dem Akku passiert dabei gar nichts.

Mythos 4: Je höher die Auflösung, desto besser das Display

Diesem Mythos Glauben zu schenken, kann kostspielig werden, denn je hochauflösender die Displays, desto teurer Smartphones und Tablets. Tatsache ist, dass normalerweise 300 ppi (300 Pixel pro Zoll) ausreichend sind, Wert über 500 ppi kann das Auge gar nicht mehr wahrnehmen. Außerdem verbrauchen hochauflösende Displays deutlich mehr Energie.

Mythos 5: Je mehr Balken auf dem Mobiltelefon, desto besser der Empfang

Wer kennt das nicht: Alle Balken leuchten auf, und der Empfang ist trotzdem miserabel? Eben, denn die Balken sagen nichts über die Empfangsqualität aus, sondern lediglich etwas darüber, wie weit man vom nächsten Funkmast entfernt ist. Auch wenn man dem Mast relativ nahe ist, können Mauern und die Zahl der gleichzeitig über diesen Mast telefonierenden Anschlüsse die Empfangsqualität massiv beeinträchtigen.

Mythos 6: Ein Magnet löscht die Festplatte

Das könnte passieren, wenn der Magnet groß genug ist. Die Magneten, die man normalerweise im Haushalt verwendet, schaffen das allerdings nicht. Im Gegensatz zu den Speichern in Smartphones oder zu USB-Sticks sind Festplatten magnetische Speichermedien, das heißt, die Daten werden als magnetische Impulse gespeichert. Um eine Festplatte zu löschen, bedarf es allerdings schon erheblicher magnetischer Strahlung.

Mythos 7: Mobil telefonieren löst Krebs aus

Das Thema ist heftig umstritten. Elektromagnetische Strahlung, wie sie nicht nur von Mobiltelefonen (und auch schnurlosen Telefonen) ausgeht, steht immer wieder im Verdacht, insbesondere Hirntumore auszulösen. Bislang konnten Wissenschaftler keinen eindeutigen Zusammenhang nachweisen und auch Tierversuche blieben ohne Ergebnis. Wer Vorsicht walten lassen will, sollte Headsets benutzen und das mobile Telefonieren auf das Notwendigste beschränken.

Mythos 8: Im Privat-Modus des Browsers bleibt man anonym

Viele Browser bieten heute einen Privat-Modus und behaupten, dass dann keine Daten über den jeweiligen Nutzer aufgezeichnet werden. Das ist nur zum Teil richtig: Zwar werden dann keine Passwörter gespeichert, der Verlauf der besuchten Webseiten nicht aufgezeichnet und keine Lesezeichen geladen. Wer immer an den Computer geht, kann nicht sehen, welche Seiten im Internet besucht wurden. Allerdings können Internetprovider und auch Webseiten immer noch alle Daten auslesen.

Mythos 9: Den Computer nicht täglich runterfahren

Um seinen Computer zu schonen, sollte man ihn nicht täglich runterfahren, sondern nur in den Ruhezustand versetzen. Doch das ist keinesfalls schonender, im Gegenteil: Auch im Ruhezustand arbeitet das Gerät – es braucht Strom und verschleißt. Wesentlich schonender ist es, den Computer über Nacht, wenn man ihn nicht braucht, ganz auszuschalten.

Mythos 10: Je mehr Megapixel für die Kamera, desto besser

Wie bei den Displays, wird auch die Zahl der vermeintlich benötigten Megapixel bei Smartphones und Kameras immer höher. Doch für die Qualität der Fotos spielt das keine wirklich große Rolle. Die Anzahl der Megapixel sagt lediglich etwas darüber aus, in wie viele Punkte oder Einzelteile der Fotosensor das Bild zerlegt. Und je mehr Punkte, desto kleiner sind sie. Über die Qualität eines Fotos entscheidet jedoch die Größe der Pixel: Je größer sie sind, desto mehr Licht können sie absorbieren und desto genauer sind Farben und Helligkeit.