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Mit Zusatzleistungen Mitarbeiter binden

FOTONACHWEIS

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Folgt man einer Studie von Mercer, so bestehen Zusatzleistungen für Mitarbeiter in deutschen Unternehmen meist aus Lebensversicherungen und/oder einer betrieblichen Altersversorgung, Firmenwagen und einer Mitgliedschaft in einem Fitness-Studio. Die Frage ist, ob diese Zusatzleistungen heute noch die Bedürfnisse und Wünsche der Mitarbeiter treffen oder ob nicht andere Benefits geeigneter sind, größere Wirkung bei der Bindung von Mitarbeitern zu zeigen.

Die Mitarbeiter einbeziehen

Um den Wünschen und Bedürfnissen der Mitarbeiter gerecht zu werden und Zusatzleistungen nicht wirkungslos verpuffen zu lassen, sollten Unternehmen ihre Mitarbeiter in die Gestaltung und Auswahl der Zusatzleistungen miteinbeziehen. Auf diese Weise erfährt man, welche Zusatzleistungen wirklich attraktiv sind.

Wahlmöglichkeiten bieten

Da nicht jede Zusatzleistung für jeden gleichermaßen attraktiv ist, sollten Unternehmen flexibel reagieren und Mitarbeitern die Möglichkeit eröffnen, aus einem Katalog von Zusatzleistungen und/oder möglicherweise auch durch Gehaltsumwandlungen die Benefits auszuwählen, die ihren jeweiligen Wünschen und Bedürfnissen entsprechen.

Lebensarbeitszeitkonten einrichten

Ein weiteres Modell, das künftig wohl an Bedeutung gewinnen wird, sind Lebensarbeitszeitkonten. Der Mitarbeiter kann Teile des Einkommens und den Geldwert von Überstunden darauf ansparen und das Guthaben später für eine bezahlte Freistellung nutzen, sei es, weil er eine Zeitlang für die Familie da sein möchte, sei es, weil er die letzten Jahre vor der Pensionierung langsamer treten will oder weil er ein Sabbatical für eine größere Reise oder anderes nutzen will.

Regelmäßig Kataloge überprüfen

Wichtig ist auch, die angebotenen Zusatzleistungen in regelmäßigen Abständen von zwei bis drei Jahren auf ihre Attraktivität zu überprüfen und gegebenenfalls an veränderte Mitarbeiterbedürfnisse anzupassen. Was heute als hilfreich und wünschenswert gilt, kann morgen schon überholt sein. Und „unpassende“ Zusatzleistungen kosten Geld, ohne den gewünschten Effekt zu haben.

Zusatzleistungen kenntlich machen

Auf jeden Fall sollte man Zusatzleistungen auch als Vergütungsbestandteil ausweisen. Neben dem Grundgehalt und Bonuszahlungen sollte der Mitarbeiter auch sehen, welchen Wert die Zusatzleistungen haben.