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Ein Accessoire, das sich behauptet: Die Visitenkarte im digitalen Zeitalter

FOTONACHWEIS

© Bacho Foto

Mark Zuckerberg, Gründer und Chef von Facebook, mag zwar eine weitgehend digitale Existenz führen, doch in einem Punkt gibt er sich traditionell: Er händigt seinen Gesprächspartnern stets eine Visitenkarte aus Papier aus.

Es scheint, dass die Visitenkarte, die Miniaturdarstellung eines Unternehmens oder einer Persönlichkeit, einfach nicht auszusterben gedenkt. Der Austausch von Visitenkarten ist eine Art Begrüßungsritual, auch eine Geste gegenseitigen Respekts und Vertrauens.

Nach Meinung von Stilexperten ist sie jedoch in den allermeisten Fällen überladen: Mit Information und auch mit Design. Dabei empfiehlt sich hier Zurückhaltung.

Der Autor des Buches „Manieren“, der Unternehmensberater Asfa Wossen-Asserate, ist sogar der Ansicht, dass die klassische Visitenkarte nur den Namen des Eigentümers enthalten sollte – und weiter nichts. Was sonst noch mitzuteilen ist, könne man dazu schreiben.

So puristisch wird nicht jeder Experte denken. Tatsache ist jedoch, dass man durch Reduktion den Eindruck großer Souveränität erzielen kann.

Grelle Logos und Farben, schwer entzifferbare Schriften und witzig gemeinte Gimmicks haben auf seriösen Geschäftskarten nichts zu suchen. Will man möglichst wenig Information auf kleinem Platz versammeln, so empfiehlt es sich heute, nur den Namen und eine Internet-Adresse zu vermerken. Das signalisiert Zurückhaltung und stellt doch eine erschöpfende Auskunft dar.

Denn die meisten Menschen suchen ohnehin im Internet nach näheren Informationen. Und jede Website enthält alle wichtigen Kontaktdaten. So kann die Übergabe der Visitenkarte als persönlicher Einstieg in die Online-Selbstdarstellung dienen. Was allerdings nur Sinn macht, wenn sich auch die Internet-Präsenz klar und aufgeräumt präsentiert.