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Arbeitsstress: Wenn der Schreibtisch zum Mittagstisch wird

FOTONACHWEIS

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Pausenzeit ist Erholungszeit – eigentlich haben Angestellte bei einer Tagesarbeitszeit von sechs bis neun Stunden Anspruch auf mindestens eine halbe Stunde Mittagspause. Aber vier von zehn Deutschen verbringen die Pausenzeit am Schreibtisch.

Das geht aus einer Umfrage des Karriere-Portals monster.de hervor. Demnach gibt ein weiteres Drittel an, in der Mittagspause durchzuarbeiten, teils bei einer Mahlzeit (15 Prozent), teils auch ganz ohne Mittagessen (16 Prozent). Nur ein Drittel der knapp 300 Befragten isst laut Umfrage außer Haus.

Die Ergebnisse auf einen Blick:

  • Mittagspause: außer Haus essen: 31 Prozent
  • Mittagspause: am Schreibtisch essen und sich um Privates kümmern (E-Mails
  • checken, Surfen im Internet, SMS, etc.): 38 Prozent
  • Mittag ohne Pause: am Schreibtisch essen und Arbeit erledigen: 15 Prozent
  • Keine Mittagspause: durcharbeiten ohne essen: 16 Prozent
Pausen – Zeit für Ausgleich und Balance

„Pausen sind ein wichtiger Teil des Arbeitsalltags. Die Zeit kann genutzt werden, um eine Mahlzeit zu sich zu nehmen und sich einen Moment Ruhe zu gönnen“, erklärt Bernd Kraft, Vice President General Manager Central Europe bei Monster.

Pausen sind Kraft zufolge wichtig, um die Leistungsfähigkeit während der Arbeitszeit zu gewährleisten. Keine Pause zu machen, könne schnell zu erheblichem Konzentrationsverlust führen und letztendlich das Burn-out-Risiko erhöhen.

Checkliste: So machen Sie richtig Pause

Tipps rund um das Thema Mittagspause von monster.de:

1. Hören Sie auf Ihren Körper.

Jeder kennt das – spätestens nach ein paar Stunden Arbeit lässt die Konzentration nach. Jetzt heißt es abschalten und durchatmen. Hören Sie auf Signale wie Müdigkeit oder eine verkürzte Aufmerksamkeitsspanne. Gönnen Sie sich einen Moment Auszeit, bevor Sie Ihre Arbeit wiederaufnehmen.

2. Bewahren Sie Balance.

Schaffen Sie sich einen Ausgleich, um Abstand vom Arbeitsalltag zu nehmen. Wer viel am Schreibtisch sitzt, gönnt sich zum Beispiel ein paar Schritte an der frischen Luft. Wer den ganzen Tag auf den Beinen ist, erlaubt seinem Körper einen Moment Ruhe.

3. Suchen Sie das Gespräch.

Geht man an Ihrem Arbeitsplatz nicht vorschriftsmäßig mit dem Arbeitszeitgesetz um, dann suchen Sie das Gespräch mit dem Vorgesetzten. Definieren Sie Ihre Ziele und bereiten Sie sich mit sachlichen Argumenten auf das Gespräch vor.

4. Das Bessere finden.

Sollte sich Ihr Vorgesetzter ablehnend und unaufgeschlossen gegenüber Ihren Bedürfnissen verhalten, dann schauen Sie sich nach einem neuen Job um. Achten Sie beim Lesen von Stellenausschreibungen und bei Vorstellungsgesprächen darauf, dass im Unternehmen flexible Arbeitszeitregelungen angeboten werden und dass Wert auf eine Work-Life-Balance gelegt wird.