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US-Studie zu Unternehmen: Nur die Hälfte hält sich zehn Jahre am Markt

FOTONACHWEIS

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Forscher der Arizona State University haben in einer Studie untersucht, nach welchen Zeiträumen Unternehmen wieder vom Markt verschwinden.

Grundlage der Erhebung waren 25.000 börsennotierte US-Unternehmen aus der Zeit von 1950 bis 2009. Das Ergebnis: Die Hälfte der Firmen gab es nach zehn Jahren nicht mehr. Die jeweilige Branche, so die Erkenntnisse der Forscher, spielt dabei keine Rolle.

Nur in 3,5 Prozent aller Fälle war indessen eine Firmenpleite der Grund für das Aus der Firmen. Die mit 45 Prozent häufigste Ursache waren vielmehr Fusionen und Übernahmen.

15 Prozent der Firmen wurden von der Börse genommen und verschwanden aus diesem Grund aus der Datenbank, die den Forschern als Grundlage diente.

In knapp einem Drittel der Fälle konnten die Wissenschaftler keine Ursache für das Verschwinden der Unternehmen ermitteln.

Deutsche Forscher kommentieren die Ergebnisse der Studie zum Teil kritisch. So sei die Fokussierung auf börsennotierte Unternehmen problematisch, da diese deutlich größer seien und deshalb auch länger lebten.

Zudem gebe es häufig den Fall, dass Firmen oder Teile von Firmen eine Fusion oder Pleite überleben, so dass es falsch sei, hier von einem Ende des jeweiligen Unternehmens zu sprechen.