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Mobiltelefonie: Rund 100 Millionen Alt-Handys liegen ungenutzt zu Hause

FOTONACHWEIS

© Giuseppe Porzani - Fotolia.com

Rund 100 Millionen alte Mobiltelefone liegen derzeit ungenutzt in deutschen Schränken, Schubladen oder Kartons.

Das hat der Digitalverband Bitkom auf Basis einer Befragung errechnet. Demnach zählte der Bitkom 2010 noch 72 Millionen Altgeräte – rund 39 Prozent weniger als heute.

59 Millionen Deutsche haben ein altes Handy zu Hause

Aktuell haben der Studie zufolge 84 Prozent der Bundesbürger mindestens ein unbenutztes Handy oder Smartphone zu Hause, das sind 59 Millionen Menschen. 2014 waren es noch drei von vier Deutschen.

29 Prozent der Befragten horten sogar zwei ungenutzte Mobiltelefone, während dies 2014 knapp ein Viertel der Deutschen taten. Sieben Prozent haben derzeit drei Alt-Geräte zu Hause, ebenso viele Menschen wie 2014. Und fünf Prozent besitzen sogar vier oder mehr Geräte – ein leichter Rückgang im Vergleich zu 2014 (neun Prozent).

Dem Bitkom zufolge hat nicht mal die Hälfte der Befragten schon einmal ein Mobiltelefon entsorgt. Von ihnen haben laut Studie 46 Prozent das Gerät weiterverkauft, 30 Prozent haben es verschenkt und 23 Prozent zu einer Sammelstelle für Elektronikmüll gebracht.

Bitkom-Tipps: Alt-Handys ordnungsgemäß entsorgen

Der Verband gibt Hinweise zur Entsorgung von Alt-Geräten:

  1.  Entsorgung im Hausmüll verboten
    Alte oder defekte Handys dürfen nicht in den Hausmüll geworfen werden.
  2. Entsorgung über Recyclinghöfe
    Alte Handys können in den kommunalen Abfallsammelstellen kostenlos abgegeben werden. Die Standorte dieser Recyclinghöfe erfährt man bei seinem örtlichen, kommunalen Abfallwirtschaftsbetrieb.
  3. Entsorgung über den Mobilfunkbetreiber
    Alle großen Netzbetreiber nehmen Altgeräte per Post zurück. Dazu können die Kunden portofreie Versandumschläge im Internet anfordern oder im Handy-Shop abholen. Einige Betreiber nehmen alte Handys auch direkt in den Geschäften entgegen.
  4. Entsorgung von defekten Akkus
    Alt-Akkus und Batterien dürfen nicht in den Hausmüll geworfen, sondern müssen ordnungsgemäß entsorgt werden. Dazu kann man sie bei den örtlichen Recyclinghöfen abgeben oder dort zurückgeben, wo der neue Akku gekauft wurde.
  5. Löschen privater Daten
    Vor der Weiter- oder Rückgabe alter Handys sollten Nutzer private Daten wie das Adressbuch, Nutzerprofile von sozialen Netzwerken, Online-Banking-Zugänge oder auch Fotos und Videoclips löschen – am besten über die Funktion „Zurücksetzen des Gerätes in den Auslieferungszustand“. Externe Speicherkarten sollten am besten physisch zerstört werden.
  6. Novellierung des Elektrogerätegesetzes
    Laut einem Entwurf für eine Novellierung des Elektrogerätegesetzes sollen Geschäfte mit einer Elektro-Verkaufsfläche von über 400 Quadratmetern verpflichtet werden, kleine Geräte bis zu einer Länge von 25 Zentimetern kostenlos zurückzunehmen. Das Gesetz ist aber noch nicht verabschiedet.