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Umfrage zur Jobsuche: Tageszeitung ist Quelle Nr. eins

FOTONACHWEIS

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15 Prozent der Bundesbürger suchen derzeit dringend eine Arbeit. Knapp jeder Zweite prüft Stellenangebote in Tageszeitungen, jeder Dritte sucht via Google oder gezielt auf bestimmten Webseiten. Mehr als ein Drittel schickt Bewerbungen am liebsten per E-Mail.

Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Jobsuche 2015“ des Personaldienstleisters ManpowerGroup Deutschland, für die mehr als 1.000 Deutsche befragt wurden.

Demnach ist nur die Hälfte der Jobsuchenden arbeitslos – die anderen suchen aus einem bestehenden Beschäftigungsverhältnis heraus einen neuen Job.

Tageszeitungen beliebter als Jobbörsen

Wer nach offenen Stellen Ausschau hält, schlägt laut Studie immer noch am ehesten die Karriereseiten der Tageszeitungen auf: 46 Prozent der Berufstätigen gehen diesen Weg.

Die häufigsten Quellen bei der Jobsuche:

  1. Stellenanzeigen in Tageszeitungen (46 Prozent)
  2. Persönliche Kontakte (37 Prozent)
  3. Allgemeine Suchmaschinen, darunter Google (35 Prozent), Jobportale wie Stepstone, Monster (35 Prozent), Internetseiten einzelner Unternehmen (35 Prozent)
  4. Online-Jobbörse der Arbeitsagentur (34 Prozent)
  5. Stellenanzeigen in Fachzeitschriften (16 Prozent)
  6. Berufliche Onlinenetzwerke, z. B. XING, LinkedIn (14 Prozent)
  7. Zeitarbeitsfirmen (8 Prozent) und Soziale Netzwerke, darunter Facebook (8 Prozent)
  8. Jobmessen (7 Prozent)
  9. Fachmessen (4 Prozent)
Bewerbung am liebsten per E-Mail

Die E-Mail ist der Studie zufolge der beliebteste Weg, eine Bewerbung einzureichen: Wenn sie die Wahl haben, entscheiden sich 38 Prozent der Berufstätigen dafür – sieben Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Bewerbungsmappe auf dem Postweg favorisieren fast unverändert 28 Prozent. 18 Prozent ziehen es vor, die Mappe beim Wunscharbeitgeber persönlich abzugeben – diese Gruppe ist um fünf Prozent geschrumpft.

Bewerbung über Onlineportale nach wie vor unbeliebt

Die Eingabe ihrer Daten in ein Online-Karriereportal ist nur für vier Prozent der beste Weg.

Drei Prozent geben die Unterlagen am liebsten an eine Person aus ihrem eigenen Netzwerk, damit diese die Bewerbung weiterreicht. Bewerbungsfunktionen in sozialen Medien bevorzugen zwei Prozent.

„Ob per E-Mail oder per Post – die Deutschen glauben, dass sie mit klassischen Bewerbungsunterlagen die besten Chancen haben“, sagt Herwarth Brune, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland.

„Vielen Arbeitgebern ist aber wichtig, dass die Kandidaten in der Online-Kommunikation versiert sind und mit Jobportalen oder sozialen Medien umgehen können. Bewerber sollten die neuen Möglichkeiten daher zumindest ausprobieren und Erfahrungen sammeln“, so Brune.