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Depressionen bei Arbeitnehmern – wie sollten sich Unternehmen verhalten?

FOTONACHWEIS

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Die Zahl der Fälle von Arbeitsunfähigkeit wegen psychischer Erkrankungen ist in den vergangenen 15 Jahren um 131 Prozent gestiegen. Das ist das Ergebnis des jüngsten DAK-Gesundheitsreports.

Depressionen sind unter den psychischen Leiden am häufigsten vertreten, wobei Frauen fast doppelt so oft erkranken wie Männer.

Arbeitgeber sollten sich informieren

Wie können Unternehmen mit der sensiblen Thematik umgehen und gegebenenfalls zur Prävention beitragen?

Am Anfang steht das Wissen: Jeder Personalverantwortliche sollte sich darüber informieren, was Depressionen sind und wie man sie erkennt.

Viele der Symptome können sich bei den Erkrankten auch am Arbeitsplatz zeigen. Beginnt ein Mitarbeiter, sich zu isolieren, zeigt er Stimmungsschwankungen, Konzentrationsprobleme und stark nachlassende Leistungen, traut er oder sie sich weniger zu als früher, so kann dies Zeichen einer Depression sein.

Offenheit ist hier besonders wichtig

Ein offener Umgang mit verändertem Verhalten nützt hier mehr als die Aufforderung, sich zusammenzureißen. Fragen Sie nach, wenn Sie ein psychisches Problem vermuten, ohne jedoch zu sehr ins Privatleben Ihres Mitarbeiters zu dringen.

Teilen Sie einfach Ihre Beobachtung mit, dass Ihr Gegenüber seit einiger Zeit verändert wirkt und bieten Sie ein Gespräch dazu an.

In einer offenen Unternehmenskultur wird das Thema Depression nicht gemieden oder für anrüchig erachtet ­– gerade weil heute das Risiko gestiegen ist, dass einem Unternehmen durch psychische Erkrankungen wertvolle Arbeitskraft verloren geht.

Belastungen am Arbeitsplatz mindern

Auch Belastungen am Arbeitsplatz selbst können zu psychischer Destabilisierung von Mitarbeitern beitragen. Hier kann ein selbstkritischer Blick auf die Unternehmensführung lohnen.

Unrealistische Ansprüche in puncto Überstunden und Erreichbarkeit sind eine Überforderung für jeden Arbeitnehmer.