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Wie Sie Ihr Inkasso in die Hand nehmen: Fristgerecht mahnen und titulieren

FOTONACHWEIS

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Wer als geschädigtes Unternehmen nicht rechtzeitig zum Ende der Verjährungsfrist von Rechnungen gegensteuert, erlebt oft böse Überraschungen. Den Extremfall beschreibt Stefan Duncker, Geschäftsführer bei der Wirtschaftsauskunftei Bürgel: „Erprobte Nicht-Zahler widersprechen einem Mahnbescheid erst kurz vor Ende der Verjährungsfrist mit dem Hinweis, die bewusste Rechnung oder die dazugehörige Mahnung nie erhalten zu haben.“

Gerichtliche Maßnahmen vermeiden

Oft helfen laut Bürgel dann nur noch gerichtliche Maßnahmen, um die Verjährung zu unterbrechen. Um die Verjährung gar nicht erst eintreten zu lassen, sollten Unternehmen frühzeitig die Initiative ergreifen und den Inkassoprozess einläuten.

Duncker skizziert die wichtigsten Handlungsempfehlungen:

  1. Loten Sie Ihre vorgerichtlichen Möglichkeiten aus, sobald Ihre Kunden Ihnen gegenüber in Verzug geraten.
  2. Rufen Sie säumige Kunden frühzeitig an und wägen Sie gemeinsam mit ihnen ab, ob diese sich auf ein Gerichtsverfahren einlassen und ein schlechtes Rating riskieren wollen. Oft hebt ein solches Telefonat die Zahlungsmoral.
  3. Helfen diese Versuche nicht, beantragen Sie einen Mahnbescheid: Ab dem Mahnbescheid erwirken Sie wegen zweier 14-tägiger Widerspruchsfristen frühestens nach vier Wochen einen Vollstreckungstitel. „Das bedeutet, dass Sie Ihre Forderungen dank eines verkürzten Verfahrens binnen zwei Monaten selbst oder mit der Hilfe von Profis durchpeitschen können“, betont Duncker. „Gerade wenn säumige Zahler nicht auf Rechnung, Mahnung und Co. reagieren, bringt es indes nichts mehr, sich mit diesen Schuldnern weiter zu ärgern.“ Stattdessen können Sie Ihre Forderungen auch an ein spezialisiertes Unternehmen abgeben.
  4. Überwachen Sie titulierte Forderungen kontinuierlich.