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Studie: Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für viele Männer schwer zu realisieren

FOTONACHWEIS

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Viele Männer wünschen sich mehr Familienzeit. Jedoch haben bislang weniger als die Hälfte aller Väter familienfreundliche Leistungen in Anspruch genommen, zum Beispiel Teilzeit oder Elternzeit.

Das zeigt die Studie „361° – Nur Mut!“ der Unternehmensberatung A.T. Kearney. Demnach  stehen den Wünschen und Bedürfnissen der Väter nach Neuerleben der Familie noch immer tradierte Rollenbilder und väterfeindliche Unternehmenskulturen gegenüber.

Männer möchten bei ihren Kindern sein

Dabei sehen sich Männer laut A.T. Kearney gar nicht in erster Linie als materielle Versorger – sie möchten an der Erziehung ihrer Kinder teilhaben. Der Studie zufolge würde sogar fast jeder dritte in Vollzeit tätige Mann seine Arbeitszeit verkürzen.

Männer, die familienfreundliche Maßnahmen in Anspruch nehmen, kommen sich laut Studie oft wie Exoten vor und befürchten berufliche Nachteile. Nur 35 Prozent der Männer geben an, dass Vereinbarkeit in ihrem Unternehmen eine Selbstverständlichkeit ist.

Teilzeitangebote des Arbeitgebers unbefriedigend

Entsprechend wenige Väter arbeiten bislang in Teilzeit: Von den Befragten haben bislang nur sieben Prozent solche Möglichkeiten in Anspruch genommen, während von den Müttern 62 Prozent schon einmal in Teilzeit tätig waren.

Grund dafür ist die fehlende Attraktivität: Nur zwei von zehn Vätern bewerten aktuelle Teilzeitangebote ihres Arbeitgebers als zufriedenstellend. Auch von zu Hause aus zu arbeiten gelingt bislang nur jedem siebten Vater.

Vier von zehn jungen Vätern befürchten außerdem schlechtere Leistungsbeurteilungen durch Kollegen und Vorgesetzte, wenn sie familienfreundliche Maßnahmen in Anspruch nehmen.

Darüber hinaus glaubt fast ein Viertel der Väter, mit weniger attraktiven Aufgaben betraut zu werden.