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Erste Hilfe: Auch am Arbeitsplatz gilt für jeden Beteiligten die Pflicht zum Helfen

FOTONACHWEIS

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Niemand muss beim Hilfeleisten Angst vor Fehlern haben: Nichts zu tun ist für Verletzte gefährlicher als eine Hilfe, die nicht vollkommen professionell ausgeführt wird. Handelt der Helfer nach bestem Wissen, muss er nicht mit haftungsrechtlichen Folgen rechnen. Jedoch kann er belangt werden, wenn er Hilfe unterlässt.

Darüber informierte TÜV Rheinland anlässlich des Internationalen Tages der Ersten Hilfe am 13. September 2014.

Ersthelfer auch in kleineren Unternehmen

Demnach gilt auch am Arbeitsplatz für jeden Beteiligten die Pflicht zum Helfen. In kleinen Unternehmen ab zwei Mitarbeitern müssen laut TÜV Rheinland Ersthelfer benannt und ausgebildet werden.

In einer zweitägigen Schulung lernten sie alles Wichtige – von der Versorgung von Wunden bis hin zur Wiederbelebung. Dieses Wissen müssten sie alle zwei Jahre auffrischen. Seit 2013 sind laut TÜV Rheinland neben Ersthelfern auch Brandschutzhelfer vorgeschrieben.

Sicherheit am Arbeitsplatz als Arbeitgeber-Pflicht

Generell seien Arbeitgeber verpflichtet, für die Sicherheit der Mitarbeiter zu sorgen. Mithilfe einer Gefährdungsbeurteilung können sie das Gefährdungspotenzial ermitteln.

Werner Lüth, Fachgebietsleiter Arbeitssicherheit bei TÜV Rheinland: „Unternehmen verändern sich ständig. Ist die Gefährdungsbeurteilung älter als zwei Jahre, sollte sie aktualisiert und die Maßnahmen zur Notfallorganisation sollten überprüft werden.“ Dabei unterstützt TÜV Rheinland.

Rettungskette regelt Hilfe

Der Unternehmer habe außerdem geeignete Notfallmaßnahmen festzulegen. Im Ernstfall beschreibt diese sogenannte Rettungskette laut TÜV Rheinland, wie Hilfsmaßnahmen im Unternehmen organisiert sind.

Mitarbeiter müssten über Ablauf und Kontaktdaten von internen und externen Helfern informiert sein, etwa durch Aushänge am Schwarzen Brett und in Aufenthaltsräumen.

Vordrucke, auf denen individuelle Namen und Rufnummern der Ersthelfer und des Betriebsarztes ergänzt werden können, halten die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen bereit.