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Studie: Berliner sind clevere Einkaufsmuffel

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Berliner und Bremer sind die Einkaufsmuffel unter den Deutschen. Sie kaufen im Schnitt 194/195 mal pro Jahr ein – 28 mal weniger als der deutsche Durchschnitt (222 mal) und sogar über 60 mal weniger als der Spitzenreiter Rostock (261 Einkäufe pro Jahr).

Das ist ein Ergebnis einer Studie der GfK im Auftrag von PENNY, für die das Einkaufsverhalten der Deutschen in Bezug auf mehr als 300 Warengruppen von Gütern des täglichen Bedarfs analysiert wurde.

Demnach kaufen die Berliner nicht nur selten, sondern auch wenig ein: Pro Haushalt und Jahr werden in Berlin durchschnittlich 2.862,94 Euro für Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs ausgegeben – 560 Euro weniger als im deutschen Durchschnitt (jährlich 3.425,34 Euro). Am meisten Geld geben die Bayern (3.639,29 Euro) und das Saarland (3.631,66 Euro) aus.

Berliner weisen hohen „Einkaufs-IQ“ aus

Darüber hinaus untersuchte das Marktforschungsunternehmen in einer Online-Studie das Wissen, die Einstellung und das Verhalten der Deutschen beim Einkauf von Lebensmitteln und bildete daraus den „Einkaufs-IQ“. Abgefragt wurden Preise von Grundnahrungsmitteln, Wissen zu Qualitätssiegeln, die Relevanz von Nachhaltigkeit, sozialer Verantwortung von Seiten des Unternehmens, aber auch die Wichtigkeit des Einkaufserlebnisses sowie die Einstellung zu Service und Qualität im Lebensmitteleinzelhandel.

Demzufolge kaufen die Hessen am cleversten Lebensmittel ein: Mit einem „Einkaufs-IQ“ von 107,3 Punkten liegen die Mitteldeutschen vor Bremen (106,8) und Berlin (106,0). Unterdurchschnittlich schnitten unter anderem Rheinland-Pfalz (104,7) und Sachsen (102,6) ab, Schlusslicht ist Brandenburg (100,8).

Ansprüche an Discounter gewachsen

Noch vor einigen Jahren galten die Discounter laut PENNY als Einkaufsorte für Menschen mit geringem Anspruch an die Qualität der Produkte oder ein modernes Ladendesign. Das habe sich grundlegend geändert. Die wichtigsten Ansprüche der Kunden an Discounter sind der Studie zufolge:

  1. Eine modern, übersichtlich und einladend gestaltete Einkaufsstätte (80,8 Prozent)
  2. Angebote von Produkten aus regionaler Erzeugung (79,3 Prozent)
  3. Nachhaltig erzeugte und fair gehandelte Waren (72,7 Prozent)
  4. Einsatz des Unternehmens für soziale Belange (62,4 Prozent)
  5. Angebot von Bioprodukten (45,6 Prozent).