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25 Jahre nach dem Mauerfall: Ost und West gleichen sich nur noch langsam an

FOTONACHWEIS

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Kark Brenke vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung wies kürzlich darauf hin, dass die Wirtschaftsleistung je Einwohner in Ostdeutschland 71 Prozent des Westniveaus erreicht habe.

Nach einer starken Aufholphase in den Neunzigerjahren sei die Annäherung der Lebensverhältnisse zwar nicht zum Stillstand gekommen, setze sich gegenwärtig aber nur noch schleichend fort. Bemerkenswert sei, dass man es geschafft habe, in Ostdeutschland eine Reindustrialisierung vorzunehmen.

Zentren neuer Industrieleistung sind unter anderem die optische und elektronische Industrie um Jena, der Maschinenbau in der Region Magedeburg und die Mikroelektronik im Raum Dresden, Freiberg und Chemnitz.

Auch viele Autowerke der großen deutschen Hersteller haben sich in Ostdeutschland angesiedelt, so zum Beispiel BMW in Leipzig und VW in Zwickau, wo der Golf und der Passat produziert werden. In der „Gläsernen Manufaktur“ in Dresden wird seit 2001 die VW-Limousine „Phaeton“ gebaut.

Für eine staatliche Förderung der ostdeutschen Wirtschaft gibt es nach Ansicht des DIW-Experten immer weniger Begründungen. Soweit man sie durch Förderung beeinflussen kann, seien die Standortbedingungen nicht schlechter als im Westen.