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TK-Studie: Für mehr als die Hälfte der Deutschen gehört Stress zum Alltag

FOTONACHWEIS

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betrachtet Stress als eines der größten Gesundheitsrisiken des 21. Jahrhunderts. Krank durch Burn-out, das ist eine Diagnose, die Ärzte immer häufiger stellen. In einer repräsentativen Studie hat die Techniker Krankenkasse (TK) jetzt ermittelt, dass für 57 Prozent der Deutschen Stress zum Alltag gehört. Jeder Fünfte gab sogar an, sich häufig gestresst zu fühlen. Während zwischen Ost- und Westdeutschen keine nennenswerten Unterschiede bestehen, empfinden die Geschlechter ihr Stress-Level unterschiedlich. 63 Prozent der Frauen gaben an, sich gestresst zu fühlen, jedoch nur 52 Prozent der Männer.

In den verschiedenen Altersgruppen liegen die Höchstwerte bei den 36- bis 45-Jährigen. 80 Prozent dieser sogenannten Sandwich-Generation, die Beruf und Familie unter einen Hut bringen muss, fühlen sich gestresst. Ein weiteres Ergebnis der Studie: Auf dem Land sind die Menschen weniger gestresst als in den Großstädten.

Bei den Stressauslösern steht der Beruf an erster Stelle. Zwei Drittel der Befragten gaben an, dass ihnen der Job die Ruhe raubt. Zu hohe Ansprüche an sich selbst stehen an zweiter Stelle der Rangfolge. Der drittgrößte Stressauslöser liegt schließlich im Privaten, wo persönliche Konflikte und Probleme zu gesteigerter Anspannung führen.

Die TK-Studie ermittelte zudem, in welchen Bundesländern besonders viel Gestresste leben. Klarer Spitzenreiter ist hier Baden-Württemberg, wo 63 von 100 Befragten unter Anspannung leiden. Einen ähnlichen Stresspegel verzeichnet die Studie in Bayern, Rheinland-Pfalz, Hessen und im Saarland. Nicht so leicht lassen sich die Menschen in Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen aus der Ruhe bringen. Hier gab nur jeder zweite Befragte an, gestresst zu sein.

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