Das Unternehmerportal der Berliner Volksbank
Arbeiten

Weiterbildung: Lebenslanges Lernen wird im Techonologiezeitalter immer wichtiger

FOTONACHWEIS

© Marem - Fotolia.com

In der Informationsgesellschaft nimmt die „Halbwertzeit des Wissens“ kontinuierlich ab. Die berufliche Weiterbildung ist daher für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen unerlässlich. Auch der demographische Wandel und die Zunahme älterer Arbeitnehmer machen lebenslanges Lernen notwendig.

Vor allem der Industriesektor, aber auch die Handels- und Dienstleistungs- und die Gesundheitsbranche setzen immer mehr auf Weiterbildung. Dabei geht es vor allem darum, den Unternehmen Fachkräfte zu sichern. Doch auch die sogenannten soft skills sind häufig Gegenstand von Bildungsmaßnahmen: Die Angebote reichen hier vom Verkaufs- oder Durchsetzungstraining bis zum Achtsamkeitsseminar.

Hohe Investitionen in betriebliche Weiterbildung

Der größte Teil der Weiterbildungsaktivitäten entfällt mit knapp 60 Prozent auf die betriebliche Weiterbildung. Nach der letzten Erhebung des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln (IW) investierten im Jahr 2010 die Unternehmen 28,6 Mio Euro in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. 83,2 Prozent der Unternehmen haben in diesem Jahr Weiterbildungsmaßnahmen angeboten.

Unternehmen, die Weiterbildungsmaßnahmen anbieten wollen, sollten ein paar Regeln beachten: Zunächst gilt es, den Schulungsbedarf der Mitarbeiter zu ermitteln. Dabei sind die wirtschaftlichen Ziele des Unternehmens der Ausgangspunkt. Welche Qualifikationen werden benötigt, um diese Ziele zu erreichen? Bei der Planung sollten auch Wünsche der Mitarbeiter berücksichtigt werden, um deren Motivation zu stärken.

IT-Lösungen helfen beim Weiterbildungsmanagement

Weiterbildungen müssen ziel- und bedarfsgerecht sein. Welche Maßnahmen sind wirklich relevant für die Mitarbeiter? Auch der Zeitrahmen muss stimmen. Startet ein Projekt erst in einem halben Jahr, sollte die Schulung erst kurz vorher durchgeführt werden.

Schließlich ist es wichtig, das Gelernte abrufbar zu machen: Unterlagen und Lerninhalte sollten unbedingt archiviert werden.  Mitarbeiter, die eine Schulung absolviert haben, können überdies den Stoff an die Kollegen weitergeben. Ganz allgemein sollte geprüft werden, welche Lerninhalte das Unternehmen wiederverwenden kann und für welche Zwecke ein externer Anbieter genutzt werden soll.

In größeren Unternehmen lohnt unter Umständen eine Automatisierung des Weiterbildungsmanagements mit Hilfe von IT-Lösungen, sogenannter „Learning Management Systeme“.