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Pommes Frites in Berlin: Die Imbiss-Beilage als gastronomisches Highlight

FOTONACHWEIS
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Pommes Frites sind in Berlin alles andere als eine exotische Spezialität. Sie bilden das Standardrepertoire jeder Imbissbude und sind als solche gedankenlos verschlungenes Beiwerk zur Currywurst. Und doch gibt es in der Stadt Gastronomen, die sich über die Zubereitung von Pommes Frites den Kopf zerbrechen und der Kartoffelspeise einen unverwechselbaren Charakter zu geben versuchen.

Der Kreuzberger Imbiss Bergmann Curry setzt auf Pommes Frites aus Süßkartoffeln, die neben den regulären Fritten angeboten werden. Die Süßkartoffel-Pommes ähneln dicken Steakhaus-Fritten, sind in der Farbe gelblich bis rot-orange und besitzen noch die Kartoffelschale. Diese prägt nicht nur den Geschmack, sondern befördert die Knusprigkeit und wegen der Vitamine in der Schale auch den Nährwert. Statt Ketchup gibt es zu den Pommes Erdnusssauce oder einen Mango-Ananas-Dip.

Hochwertig sind auch die Pommes bei Fritz & Co. am Wittenbergplatz. Die Bio-Kartoffeln von einem Bauernhof in der Magdeburger Börde werden jeden Tag von Hand geschält und geschnitzt und bei weniger als 165 Grad frittiert.

Mit der Hitze hält man es im Weddinger Restaurant Volta etwas anders. Die Pommes werden erst einige Minuten in 160 Grad heißem Öl frittiert und bei der Bestellung noch einmal für drei Minuten in 180 Grad. Das bringt eine satte gelbliche Farbe. Ansonsten verwendet das Volta gerne Kartoffeln, die schon eine Weile gelegen haben, weil das ihren Geschmack verbessert.

Im Kreuzberger Restaurant Jolesch gibt es zu den Pommes eine spezielle Ketchup-Rezeptur, die unter anderem Ahornsirup, Koriander, Fenchelsamen und Kaffee verwendet. Die Fritten selbst werden in Erdnussöl frittiert, das hier drei-bis viermal am Tag erneuert wird. Das dürfte in den meisten Straßen-Imbissbuden wohl kaum der Fall sein.