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Neu im Job: Welche Rechte und Pflichten gibt es für Chefs und Arbeitnehmer?

FOTONACHWEIS

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Eine neue Anstellung ist immer mit Hoffnungen verbunden. Doch wer neu anfängt, tut auch einen Schritt ins Ungewisse. Wird die Stelle den Vorstellungen entsprechen, wird das Betriebsklima angenehm und die Arbeitsweise einleuchtend sein? Auch der Arbeitgeber fragt sich, ob der neue Mitarbeiter einhalten wird, was das Bewerbungsgespräch versprochen hat.

Damit beide Seiten prüfen können, ob sie zueinander passen, sehen Arbeitsverträge in der Regel eine Probezeit vor. Meist werden sechs Monate vereinbart. Während dieser Zeit haben beide Parteien das Recht, mit einer Frist von zwei Wochen zu kündigen, wobei es nicht erforderlich ist, Gründe anzugeben. Auch während der Probezeit hat der neue Mitarbeiter übrigens einen anteiligen Urlaubsanspruch – häufig ist das den Arbeitnehmern gar nicht bekannt.

Die erste Zeit im neuen Job gehört der Einarbeitung. Der Chef ist allerdings nicht verpflichtet, dem Arbeitnehmer einen Mitarbeiter zur Seite zu stellen, der ihn begleitet und die Abläufe erläutert. Der Arbeitnehmer wird jedoch schnell an Sicherheit und Routine gewinnen, wenn man ihn in die Strukturen einbindet und ein offenes Ohr für Fragen und Probleme hat.

Es ist sinnvoll, dem Mitarbeiter nach einiger Zeit ein Feedback zu geben. Einen juristischen Anspruch auf ein solches Gespräch hat der Arbeitnehmer allerdings nicht. Doch erhält er zum Beispiel nach drei Monaten ein Feedback zu seiner Arbeit, so ist bis zum Ende der Probezeit noch ausreichend Zeit, um an eventuellen Kritikpunkten zu arbeiten.

Jeder Mitarbeiter wird am Anfang einmal Fehler machen oder eine Arbeitsanweisung missverstehen. Hier kann der Chef erwarten, dass sich der Mitarbeiter danach erkundigt, wie er es beim nächsten Mal besser machen kann. Wer nachlässiges Verhalten wie häufiges Zuspätkommen an den Tag legt, wird indessen kaum auf Verständnis hoffen können – oder darauf, das Ende der Probezeit zu erreichen.