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Effizient Sport treiben: Welche Tageszeit eignet sich am besten für das Training?

FOTONACHWEIS

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Jeder Mensch hat seinen individuellen Biorhythmus. Der eine ist morgens um sechs hellwach und leistungsfähig, der andere kommt erst gegen Nachmittag richtig in Schwung. Etwa jeder achte Mensch ist am Morgen besonders fit; jeder Fünfte dagegen gehört zu den Nachteulen. Der Rest der Menschheit bewegt sich im mittleren Bereich.

Ein Areal im Zwischenhirn bestimmt die innere Uhr des Körpers: Der suprachiasmatische Nucleus, kleiner als ein Stecknadelkopf, bestimmt, wann wir wach werden, wie unsere Leistungskurve verläuft, und wann wir dringend ins Bett müssen.

Wenn es darum geht, Sport zu treiben, sollte jeder auf seine innere Uhr Rücksicht nehmen. Doch das ist leicht gesagt. Viele Menschen in Angestelltenverhältnissen können ihr Training schwerlich in die Nachmittagsstunden verlegen. Dabei ist der Nachmittag die Zeit, in der die meisten Menschen in der besten Tagesform sind. Zwischen 16 und 19 Uhr laufen in der Regel alle Körperfunktionen auf Hochtouren: Blutdruck und Puls, Muskelkraft und Atemfrequenz erreichen optimale Werte. In dieser Zeit können sich Freizeitsportler auch bei anstrengenden und kraftraubenden Sportarten verausgaben.

Ein sportliches Training ist für die Mehrheit der Menschen schließlich noch bis 21 Uhr sinnvoll. Danach beginnt der Körper, sich auf den Schlaf vorzubereiten. Wird der Kreislauf durch Training wieder angeregt, kann später der Nachtschlaf gestört sein. Wer auf ein Training am späteren Abend nicht verzichten möchte, sollte zumindest „sanfte“ Sportübungen wie Gymnastik oder Yoga praktizieren. Nachteulen können hingegen unbesorgt auch noch Gewichte im Fitnesscenter stemmen.

Wer früh morgens besonders fit ist, hat die Möglichkeit, sich noch vor der Arbeit dem Frühsport widmen – allerdings nicht direkt nach dem Frühstück, denn sobald der Magen verdaut, wird Kraft aus den Muskeln abgezogen. Ohne Frühstück sollte man indessen kein exzessives Training, sondern allenfalls moderaten Ausdauersport treiben.

Kann man seinen Biorhythmus dauerhaft „umpolen“, wenn Job und Freizeit besonders schwer zu vereinbaren sind? Sportmediziner bestätigen, dass das möglich ist – mit besonders viel Ausdauer. Wenn es allerdings nicht unbedingt sein muss, ist es immer besser, den natürlichen Bedürfnissen seines Körpers zu folgen. Und dessen genetisch vorprogrammierten Leistungsphasen.