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Leben

Blind Date einmal anders: Wie Mensch und Buch in der Stadt zueinander finden

FOTONACHWEIS

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Menschen können eine spontane Zuneigung nicht nur zu anderen Lebewesen, sondern auch zu Gegenständen wie Büchern entwickeln – Liebe auf den ersten Blick gewissermaßen. Doch erst einmal müssen Mensch und Buch zusammentreffen. Je geheimnisvoller dieses Treffen inszeniert ist, um so größer die Spannung. Ganz wie bei einem echten Blind Date unter Menschen.

Die Inititative Book Flaneur hat es sich zur Aufgabe gemacht, als Vermittler zu dienen. Sie kleidet Bücher in liebevolle Verpackungen und legt sie in ganz Berlin an ausgewählten Orten ab. Erklärte Absicht der Initiatoren ist es, die Lektüre-Routine der Menschen aufzulockern. Wer ein unbekanntes Buch mit schönem Umschlag entdeckt, so die Überlegung, wird sich ihm mit Neugierde nähern – und mit einer Offenheit, die auch abseits der üblichen Lesegewohnheiten nach neuem Erzählstoff sucht.

Der Spur der Bücher folgen Interessierte, in dem sie die Hinweise der Initiatoren in den sozialen Medien verfolgen. So können Twitter und Google Maps zum Finderglück verhelfen. Die Bücher werden etwa im öffentlichen Straßenraum abgelegt, auf U-Bahnhöfen, Bänken oder auch in Läden und Geschäften.

Da das Projekt strikt als Non-Profit-Unternehmen organisiert ist, ist es auf Geld- und Bücherspenden angewiesen, um weiter arbeiten zu können.