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Stelle frei: Unternehmen suchen Mitarbeiter am liebsten über persönliche Kontakte

FOTONACHWEIS

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Ohne persönliche Beziehungen läuft wenig im Job. Das gilt nicht nur für Arbeitnehmer. Auch Unternehmer, die neues Personal suchen, setzen vor allem auf persönliche Kontakte. Das hat eine Umfrage des Institus für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung ergeben. Von 2006 bis 2011 wurden hierzu 14.000 Betriebe befragt.

Das Ergebnis: Am häufigsten erfolgte die Mitarbeitersuche über persönliche Kontakte. So fragen Betriebe zum Beispiel ihre Angestellten, ob sie jemanden kennen, der für die Stelle geeignet wäre. 2011 fanden 49 Prozent der befragten Unternehmen ihre Angestellten über persönliche Netzwerke – das bedeutet eine Steigerung um neun Prozent gegenüber dem Jahr 2006. Viele Unternehmen platzieren auch eine Stellenanzeige auf der eigenen Website. Mit 44 Prozent ist dies ist die zweihäufigste Methode der Mitarbeiterrekrutierung. Danach folgen Zeitungsinserate, die Suche über Arbeitsagenturen, Online-Stellenbörsen und soziale Netzwerke.

Das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW), das diese Zahlen veröffentlich hat, hat darüber hinaus herausgefunden, dass sämtliche Instrumente der Mitarbeiterrekrutierung in jüngster Zeit häufiger genutzt wurden als noch im Jahr 2006. Das weist darauf hin, dass es schwieriger geworden ist, offene Stellen mit passenden Mitarbeitern zu besetzen. Im Jahr 2010 betrug der Zeitraum zwischen der Ausschreibung einer Stelle und der Einstellung des Mitarbeiters im Schnitt 27 Tage. Diese Phase hat sich deutlich ausgedehnt: Heute vergehen durchschnittlich 100 Tage, bis eine Stelle nach ihrer Ausschreibung besetzt werden kann.