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Steuern: Die wichtigsten Fakten zur Pendlerpauschale

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Immer mehr Menschen pendeln. Diese Kosten lassen sich von der Steuer absetzen – egal man zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto unterwegs ist.

Gudrun Steinbach aus dem Vorstand der Lohnsteuerhilfe Bayern informiert über die Pendlerpauschale: „Steuerrechtlich gesehen ist jeder ein Pendler, der zwischen seiner Wohnung und seiner regelmäßigen Arbeitsstätte eine Strecke zurücklegen muss, ganz egal, ob diese Strecke nun fünf oder fünfzig Kilometer beträgt.“

30 Cent pro Kilometer von der Steuer absetzbar

Pro Kilometer Anfahrt können 30 Cent als Werbungskosten von der Steuer abgesetzt werden. Dabei wird die Zahl der Arbeitstage pro Jahr mit der einfachen Fahrtstrecke in Kilometern und 0,30 Euro Kilometerpauschale multipliziert.

Ein Beispiel: Bei einer Strecke von 50 Kilometern kommen jährlich 3.300 Euro Werbungskosten zusammen. Bei einem persönlichen Steuersatz von 30 Prozent ergibt sich darauf eine Steuererstattung von 990 Euro. „Wird das eigene oder ein zur Nutzung überlassenes Fahrzeug verwendet, sind der Pendlerpauschale nach oben hin keine Grenzen gesetzt“, so die Steuerexpertin.

Höchstbetrag von 4.500 Euro bei Mitfahrten

Anders bei Fahrgemeinschaften. Zwar können hier alle Mitglieder der Fahrgemeinschaft gleichermaßen die Entfernungspauschale geltend machen, es muss jedoch zwischen eigenen Fahrten und Mitfahrten unterschieden werden.

Bei Mitfahrten gilt laut Lohnsteuerhilfe Bayern ein Höchstbetrag von 4.500 Euro. Der Steuerzahler muss angeben, an wie vielen Tagen er mit dem eigenen Auto gefahren ist und an wie vielen Tagen er Mitfahrer in der Fahrgemeinschaft war. Gleiches gilt für Ehepaare, die gemeinsam zur Arbeit fahren.

Öffentliche Verkehrsmittel: Fahrscheine geltend machen

Wer den Weg zur Arbeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln bestreitet, kann die „Pendlerpauschale“ bis zu einer Höhe von 4.500 Euro geltend machen. Er kann aber auch die realen Kosten für Fahrscheine ansetzen, falls diese höher sind.

Interessant: Pendler müssen nicht zwingend den kürzesten Weg nehmen, wenn sie durch einen „Umweg“ Fahrzeit einsparen. Das ist laut Lohnsteuerhilfe Bayer etwa der Fall, wenn Steuerzahler Verkehrsbrennpunkte und große Baustellen umfahren oder auf Fährverbindungen verzichten.