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Jahressteuergesetz 2013: Aufbewahrungsfristen werden nicht verkürzt

FOTONACHWEIS

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Die Aufbewahrungsfristen für Unterlagen werden vorerst nicht gekürzt. Der Grund: Die Verkürzung wäre mit der strafrechtlich relevanten Verjährungsfrist kollidiert.

Wie die Kanzlei Roland Franz & Partner mitteilt, sah der Regierungsentwurf zum Jahressteuergesetz die Verkürzung der Aufbewahrungsfrist von zehn auf acht Jahre bis 2015 und danach auf sieben Jahre vor.

Dadurch habe die deutsche Wirtschaft jährlich um zu bis 800 Millionen Euro entlastet werden sollen.

Unterlagen zehn Jahre aufbewahren

Grund für die Aussetzung der Verkürzung ist laut Roland Franz & Partner die strafrechtlich relevante Verjährungsfrist von nach wie vor zehn Jahren. Steuerpflichtige könnten bei einem Steuerstrafverfahren in Beweisschwierigkeiten kommen, wenn die relevanten Akten bereits vernichtet seien.

Zudem sei denkbar, dass die Finanzverwaltung Unterlagen fordert, die Steuerstrafverfahren von Dritten betreffen.

Die Kanzlei empfiehlt daher, steuerrelevante Unterlagen zehn Jahre lang aufzubewahren – selbst wenn die Aufbewahrungsfristen künftig tatsächlich verkürzt werden.