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Mentales Training: Bewältigen Sie Stress wie ein Spitzensportler

FOTONACHWEIS

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Ob beim Elfmeterschießen, beim entscheidenden Matchball oder im Finale großer Wettkämpfe –Spitzensportler müssen auch unter größter Anspannung einen kühlen Kopf bewahren und bestmögliche Leistung erbringen. Dafür werden sie von Sportpsychologen mental trainiert. Mentale Trainingsmethoden können aber auch im Alltag und im Beruf helfen, stressige Situationen mit dem größtmöglichen Erfolg zu bewältigen.

Mentales Training

Mentales Training ist ein heute häufig sehr schwammig gebrauchter Begriff. Ursprünglich bezog er sich darauf, dass sich Sportler beim mentalen Training Bewegungsabläufe vorstellten, ohne dabei die entsprechenden Bewegungen auch auszuführen. Je besser die Bewegungen in der Vorstellung gelangen, desto stärker konnten die tatsächlichen Bewegungsabläufe optimiert werden. Inzwischen umfasst das mentale Training der Spitzensportler jedoch noch weit mehr Aspekte wie Aufmerksamkeit, Reaktionsvermögen und Stressbewältigung. Da viele beruflichen und Alltagssituationen in gewisser Weise einem sportlichen Wettkampf sehr ähnlich sind, können manche Elemente des mentalen Trainings  dabei helfen, diese Situationen besser zu bewältigen.

Wichtigste Voraussetzung: der Wille zum Erfolg

Nicht nur für Spitzensportler, für jeden ist die wichtigste Voraussetzung für den Erfolg, der Wille dazu. Nur wer motiviert ist, bringt die notwendige Energie auf, für den „Ernstfall“ zu trainieren, sei es eine Olympiade, eine Prüfungssituation oder ein Bewerbungsgespräch.

Keine Angst vor Stress

Wichtig ist auch, eine Stress-Situation nicht negativ, sondern als Herausforderung zu betrachten und diese Herausforderung bewusst anzunehmen. Zusammen mit dem unbedingten Willen zum Erfolg kann sich daraus ein zusätzlicher Ansporn entwickeln.

Gedanklich trainieren

Wer vor einer schwierigen Situation wie einem Bewerbungsgespräch oder einer Prüfung steht, sollte sich  – wie ein Sportler den Wettkampf – immer wieder den Verlauf ausmalen und ihn möglichst protokollieren. Der Verlauf sollte in einzelne Etappen untergliedert werden, so dass man sich beim nächsten mentalen Durchgang von Etappe zu Etappe vorwärts arbeiten kann. Dabei werden gleichzeitig die einzelnen Etappen intensiver trainiert und wird man über den gesamten Verlauf hin sicherer.

Selbstgespräche führen

Oft kann man beobachten, dass Spitzensportler Selbstgespräche führen. Mit diesen Selbstgesprächen wehren sie Unsicherheiten, Zweifel oder Versagensängste ab und motivieren sich selbst, stärken ihr Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit, lenken die Aufmerksamkeit auf das momentane Handeln und die angestrebten Ziele. Auch das lässt sich auf den Alltag übertragen. Wer vor einer Aufgabe steht, die ihn fast zu erdrücken droht, sollte sich laut sagen: „Ich schaffe das!“, die Aufgabe in Einzelschritte untergliedern und sich nach jedem erfolgreich bewältigten Schritt gleichsam selbst auf die Schulter klopfen und sich sagen: „Das habe ich bereits geschafft, das habe ich gut gemacht. Jetzt kann ich den nächsten Schritt in Angriff nehmen.“