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Leben

Work-Life-Balance – Das Leben erhält wieder mehr Gewicht

FOTONACHWEIS

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Solange ist es noch nicht her, da war man sich einig, dass man in den Beruf beliebig viel investieren muss, um den modernen Ansprüchen im Arbeitsleben gerecht zu werden: ungezählte Überstunden, Mobilität, Flexibilität, permanente Fortbildung, usw. usw.

Generationenwechsel

Doch die Zeiten haben sich offensichtlich geändert, wie eine aktuelle Umfrage des Deutschen Führungskräfteverbands (ULA) zeigt, die das Manager Magazin kürzlich veröffentlichte:

Demnach haben zum einen junge Menschen unter 35 Jahren wenig Ambitionen, soviel Zeit und Energie in ihr Berufsleben zu stecken wie ihre Eltern:

Derzeitige Führungskräfte sehen in dieser Generation einen „stark ausgeprägten“ Wunsch nach einer gesunden Balance zwischen Arbeits- und Privatleben. Dagegen sei die Bereitschaft, das Privatleben dem Berufsleben unterzuordnen, gering.

Insbesondere, wenn es nötig wäre, für diesen Managerposten Freunde und Familie zu vernachlässigen, würden zwei Drittel der Befragten lieber verzichten. Ein Viertel gab an, zugunsten des Privatlebens bereits Führungspositionen abgelehnt zu haben.

Trendwende

Diese Einstellungsänderung scheint sich auf gestandene Führungskräfte zu übertragen:

So gaben zwei Drittel der befragten Manager und Experten an, dass sich ihr Wunsch nach mehr Privatleben in den letzten fünf Jahren verstärkt habe und der Wunsch nach einem beruflichen Aufstieg entsprechend gesunken sei.

Möglicherweise hat die mediale Berichterstattung über die vielen Burnout-Patienten hierzu beigetragen.