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Sponsoring: Einfache Hinweise künftig umsatzsteuerbefreit

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Das Bundesfinanzministerium ändert die umsatzsteuerrechtliche Behandlung des Sponsorings: Sponsoring-Empfänger müssen künftig auf Rechnungen keine Umsatzsteuer mehr für einfache Hinweise auf den Sponsor ausweisen.

Wie die IT-Recht & Medienrecht Kanzlei Schutt, Waetke Rechtsanwälte mitteilt, wurde beim Sponsoring bislang unterschieden zwischen konkreten Werbeleistungen mit einem Umsatzsteuersatz von 19 Prozent und Duldungsleistungen mit 7 Prozent.

Sponsorleistungen seien zum Beispiel Bandenwerbung, Anzeigen, Hinweise auf den Sponsor in Durchsagen oder Freikarten. Bei Duldungsleistungen hingegen bestehe nur die Pflicht, auf den Sponsor hinzuweisen – ohne besondere Hervorhebung oder Nennung von Werbebotschaften.

Einfache Hinweise umsatzsteuerfrei

Künftig seien gewisse Duldungsleistungen keine Leistungen mehr im umsatzsteuerlichen Sinne, so dass die Umsatzsteuer auch nicht mehr ausgewiesen werden müsse, so die Kanzlei.

Das betreffe zum Beispiel einfache Hinweise auf Plakaten, in Ausstellungskatalogen oder Internetseiten unter Verwendung des Namens oder des Logos des Sponsors – jedoch ohne besondere Hervorhebung oder Verlinkung.

Pflichten im Vertrag regeln

Schutt, Waetke Rechtsanwälte empfehlen, die Pflichten des Gesponserten im Sponsoringvertrag eindeutig zu regeln, weil sich die Umsatzsteuerfrage danach richte.

Das Finanzamt hole sich die Umsatzsteuer beim Sponsoring-Empfänger – je nach Vereinbarung müsse er diese also von seiner vereinnahmten Zahlung abziehen. Vorsicht sei geboten, weil hierbei auch der Straftatbestand der Steuerhinterziehung im Raum stehen könne.