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Hartmut Mehdorn beim Business-Dinner

FOTONACHWEIS

© Sabeth Stickforth

„Es gibt keinen funktionierenden Dialog zwischen Wirtschaft und Politik“, sagte Mehdorn beim traditionellen Business-Dinner von Berliner Volksbank und Berliner Wirtschaftsgespräche am 12. November 2012 im Audimax am Gasometer in Berlin-Schöneberg vor rund 150 Unternehmern. In der öffentlichen Wahrnehmung störe die Luftfahrtindustrie bloß, mache Lärm und verschmutze die Umwelt. Die Folge sei eine Politik, die geprägt sei von Reglementierungen: Die seit 2011 erhobene Flugverkehrsteuer, die praktisch nur deutsche Gesellschaften betreffe, und die von der Europäischen Kommission beschlossene Umweltabgabe, die seit dem 1. Januar 2012 von allen Luftfahrtunternehmen, die in Europa starten oder landen, zu zahlen ist, benachteiligten europäische und vor allem deutsche Fluglinien und begünstigten die Konkurrenz. Auf der anderen Seite gelinge es seit Jahren nicht, sich auf eine einheitliche europäische Flugverkehrssicherung zu einigen, kritisierte Mehdorn. Er erwarte vom Staat Service, müsse aber für „miesen Dienst“ in der Luftverkehrskontrolle immer noch mehr bezahlen.

Zur Situation von Air Berlin sagte der Vorstandsvorsitzende, die Airline sei gut aufgestellt, habe sich durch die Beteiligung des arabischen Partners Etihad Airways und den Einstieg in die Allianz „oneworld“ mit weltweit 800 Reisezielen international vernetzt. Am künftigen Flughafen Berlin-Schönefeld BER werde Air Berlin einen „Hub“, ein Drehkreuz, einrichten. Aber „Air Berlin macht Verluste“, so Mehdorn. Das Unternehmen werde deshalb umstrukturiert, ein Kostensparprogramm sei aufgelegt worden, das vermutlich nicht ohne Arbeitsplatzverluste auskommen werde.

Weitere Informationen

Dr. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages beim Business-Dinner am 24. Januar 2012 (PDF)

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