Das Unternehmerportal der Berliner Volksbank
Leben

Akupunktur: Wogegen es hilft und was es kostet

FOTONACHWEIS

© Yuri Arcurs - Fotolia.com

Die Akupunktur ist eine rund fünf Jahrtausende alte Therapie-Methode der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), die mithilfe von Nadeln an bestimmten Punkten den Energiefluss im Körper anregt und damit krankheitsauslösende Blockaden beseitigt. Die Punkte orientieren sich an Energieleitbahnen – sogenannten Meridianen, die laut TCM jeweils einzelne Organe mit Energie versorgen.

Anwendungsgebiete

Akupunktur-Behandlungen werden vor allem gegen Rückenschmerzen und Knieschmerzen, Kopfschmerzen und Migräne angeboten, aber beispielweise auch gegen Allergien, Zahnschmerzen, Übelkeit – nach Operationen, Chemotherapien oder in der Schwangerschaft – sowie zur Raucherentwöhnung.

Wirkung

Akupunktur-Behandlungen regen die Ausschüttung körpereigener Schmerzmittel – sogenannter Endorphine – an. Infolgedessen entspannt sich der Körper in der Regel und die Schmerzen lassen nach.

Eine internationale Studie belegt zudem, dass eine Akupunktur-Therapie bei chronischen Knie- und Rückenschmerzen besser wirkt als die hierzulande sonst übliche Behandlung mit Medikamenten und Krankengymnastik.

Die Wirksamkeit der Akupunktur gegen Spannungskopfschmerzen und Migräne konnte jedoch nicht eindeutig nachgewiesen werden. Gleiches gilt für Zahnschmerzen, Allergien und Übelkeit sowie die Raucherentwöhnung.

Nebenwirkungen

In der Regel hat die Behandlung keine Nebenwirkungen. Lediglich bei sieben Prozent aller Patienten kommt es zu leichten Blutungen oder Schmerzen an der Einstichstelle.

Dauer

Eine Akupunktur-Therapie umfasst im Normalfall zehn bis fünfzehn 30-minütige Sitzungen, bei denen ein Arzt maximal 16 Nadeln setzt.

Leistungen der Krankenkassen

Seit einigen Jahren wird die Akupunktur-Behandlung bei chronischen Schmerzen im Lendenwirbelsäulenbereich oder bei Gonarthrose im Kniegelenk von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Bei diesen Beschwerden erhalten Patienten in der Regel bis zu zehn Akupunktursitzungen erstattet, in Ausnahmefällen auch mehr.
 Voraussetzung dafür ist, dass der behandelnde Arzt eine entsprechend anerkannte Ausbildung dazu hat.

Bei allen anderen Beschwerden wie beispielsweise Spannungskopfschmerz oder Migräne übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten bisher nicht.

Die privaten Krankenkassen übernehmen dagegen die Kosten für Akupunkturbehandlungen oftmals nicht nur bei chronischen Knie- oder Rückschmerzen, sondern beispielsweise auch bei Migräne. Dennoch ist es bei allen Beschwerden, bei denen die Wirksamkeit der Akupunktur nicht eindeutig nachgewiesen werden konnte, eine Einzelfallentscheidung, so dass Sie sich vorsichtshalber vorher bei Ihrer Krankenkasse erkundigen sollten, ob die Kosten übernommen werden.