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QR-Codes, Tags, Liken: Viele Kunden verstehen Onlineshop einfach nicht

FOTONACHWEIS

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Das richtige Wording ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für eine Webseite. Versteht ein Nutzer die „Sprache“ der Website nicht, sucht er sich schnell eine verständlichere. Damit das Wording nicht zum Stolpersein wird, hat die eResult GmbH im Rahmen der Wordingstudie rund 1500 deutsche Internetnutzer gefragt: Verstehen Sie eigentlich die Begriffe, die Experten ganz alltäglich verwenden?

Dabei wurde nach Begriffen wie Social Bookmarking, Facebook, Fanpage, Liken, Google, mobile Website, QR-Code, Widget und Streaming gefragt.

Außerdem wollten die Usability-Experten wissen, welche Begriffe sich die Nutzer für die verschiedenen Funktionen in Onlineshops wünsche. Dabei ging es um Begriffe wie Merkfunktion, Direktbestellung, Produktvorschläge und Registrieren.

QR-Code: Das unbekannte Muster

Die crossmediale Marketingwunderwaffe – der QR-Code – ist demnach sieben von zehn Befragten überhaupt nicht bekannt. Differenziert nach Alter zeige sich erwartungsgemäß, dass der Begriff QR-Code unter den jüngeren Befragten (unter 29 Jahren) bekannter ist.

Jedoch wüssten auch hier noch knapp 60 Prozent nicht was hinter dem Begriff steht. In älteren Altersgruppen stiege die Unkenntnis noch weiter auf 66,5 Prozent bei den 30- bis 49-jährigen und 84,8 Prozent bei den über 50-jährigen. Gänzlich unbekannt sei der Begriff unter den weiblichen Befragten: Hier kennen nur knapp zwei von zehn Befragten den Begriff und dessen Bedeutung.

Tags, Tagging und Tagcloud: heute noch immer unbekannt

Die Web 2.0-Ärea ist nun schon einige Jahre alt, aber dennoch sind laut der Umfrage die Begriffe Tag (Tagging) sowie die daraus erstellbare Tagcloud noch immer sehr vielen Befragten unbekannt. Die Kenntnis über die Bedeutung der Begriffe Tag beziehungsweise Tagging sei im Vergleich zu 2008 von 17 Prozent auf 32,4 Prozent gestiegen.

Der Rest (67,6 Prozent) kenne auch heute noch nicht die Bedeutung oder den Begriff an sich. Ähnlich verhalte es sich beim Begriff Tagcloud: Die Kenner hätten sich zwar fast verdreifacht. Mit nur 14,8 Prozent seien dies aber immer noch sehr wenige.

Abverkauf: Deutschsprachige Begriffe bevorzugt

Jeder Online-Shop bietet in einer eigenen Kategorie preisreduzierte Restposten an. Eine eindeutige und von jedem akzeptierte Benennung gibt es nicht. Diese belegt auch das Befragungsergebnis. Die Begriffe Schnäppchen (29,9 Prozent) und Sonderangebote (21,6 Prozent) belegten die ersten beiden Plätze. Besonders beliebt sind diese bei älteren Befragten.

Im Gegensatz dazu sei der insgesamt drittplatzierte Begriff Sale (18,5 Prozent) bei jüngeren Befragten mit 29 Prozent am beliebtesten. Deutlich besser habe in dieser Altersgruppe auch der Begriff Outlet abgeschnitten.

Ähnlich wie beim Alter gebe es auch zwischen den Geschlechtern erstaunliche Unterschiede. Bei Frauen stehe der Begriff Sale (26,5 Prozent) höher im Kurs, bei Männern dagegen der Begriff Sonderangebote (27,2 Prozent).

Info

Hier geht es zur kompletten Studie (PDF)