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Familie und Karriere: Tipps, wie Sie beides managen

FOTONACHWEIS
© Frank Gärtner - Fotolia.com

Zwei Drittel aller Mütter sind in den alten Bundesländern erwerbstätig, in den neuen Bundesländern sind es sogar fast drei Viertel.

Viele junge Mütter sind dankbar, wenn Sie nicht „nur noch Mutter“ sind. Dennoch ist es eine Herausforderung, einen anspruchsvollen Job und das Familienmanagement unter einen Hut zu bekommen.

Wir haben ein paar Tipps gesammelt, wie Karriere und Familie gleichermaßen funktionieren können:

Absprachen vor der Geburt

Klären Sie bereits zu Beginn Ihrer Schwangerschaft mit Ihrem Partner, möglichen Babysittern und Ihren Geschäftspartnern, wann Sie in den Beruf zurückkehren möchten und wie Sie die kommende Doppelbelastung managen wollen und können.

Zeigen Sie im Job Engagement und Verantwortungsgefühl. Veranschaulichen Sie, dass Sie sich darüber Gedanken und besser noch einen Plan gemacht haben, wie Sie trotz der Geburt Ihres Kindes die Aufgaben in Ihrem Büro bewältigen können.

Sorgen Sie bereits vor Ihrer Babypause dafür, dass Sie auch in Ihrer Abwesenheit wichtige Job-Informationen erhalten, beispielsweise per Email. Erkundigen Sie sich zusätzlich regelmäßig telefonisch über die neuesten Entwicklungen.

Überlegen Sie, ob Sie die Babypause eventuell für eine Weiterbildung nutzen können, beispielsweise durch eine Fortbildung, die Sie online wahrnehmen können.

Nach der Geburt schnell in den Job zurück

Wenn Sie nach der Geburt Ihres Kindes nicht irgendeinen Job, sondern Karriere machen möchten, sollte Ihre Babypause nicht zu lang sein. Ein halbes Jahr gilt als ideal, um einerseits das Kind in seinen ersten Lebensmonaten intensiver zu begleiten, andererseits aber nicht den Anschluss zu verlieren. Nach einem halben Jahr ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Abläufe und Ansprechpartner noch die gleichen wie zuvor sind.

Der berufliche Wiedereinstieg stärkt bei vielen Müttern nicht nur die finanzielle Unabhängigkeit, sondern auch das Selbstbewusstsein und die Zufriedenheit, was sich positiv auf die Beziehung zu Kind und Partner auswirkt.

Flexible Arbeitszeiten

Nach der Geburt nur noch halbtags zu arbeiten, ist vermutlich selten karriereförderlich, aber wenn Sie es schaffen, Ihre Geschäftspartner davon zu überzeugen, dass Sie einen Teil der Arbeit auch von zu Hause aus erledigen können oder genauso viel schaffen, wenn Sie immer in den Zeiten arbeiten, in denen sich Ihr Mann, Ihre Mutter oder Ihr Babysitter um die Kinder kümmert, dann beweisen Sie Organisationstalent, Verantwortungsgefühl und bleiben eine geschätzte Mitarbeiterin. Möglicherweise ist auch eine 4-Tage-Woche eine Alternative. Versuchen Sie, Kompromisse zu finden, die allen gerecht werden. Die meisten Unternehmen ziehen gerne mit.

Organisation der Kinderbetreuung

Informieren Sie sich bereits in Ihrer Schwangerschaft über die Kita-Plätze in Ihrer Nähe und weitere Betreuungsformen wie beispielsweise Au-Pairs. Organisieren Sie sich rechtzeitig ausreichend Hilfe für alle Eventualitäten, wie insbesondere die spontane Betreuung Ihres Kindes, wenn es krank ist, was in den ersten Lebensjahren in der Regel häufig der Fall sein wird.

Webseiten wie www.familienservice.de, www.betreut.de und www.agenturmarypoppins.de vermitteln Tagesmütter und Leih-Omas und bieten so zusätzliche Hilfe. Testen Sie die Agenturen rechtzeitig aus, damit Sie im konkreten Fall eine Betreuungsperson – oder mehrere – parat haben, der Sie Ihre Kinder gerne anvertrauen.

Organisation des Haushalts

Planen Sie rechtzeitig, wer wie welche Teile des Haushalts übernehmen soll.

Mit Haushaltshilfen wie Putzfrauen, Reinigungsunternehmen und Lebensmittel-Lieferanten sparen Sie wertvolle Zeit, schonen Ihre Nerven und ersparen sich möglicherweise unnötige Beziehungsstreits.

Auch hier werden Sie im Internet, beispielsweise auf www.agenturmarypoppins.de fündig.

Rituale etablieren

Selbst wenn Sie nicht vor Ort sind, können Sie Ihren Liebsten eine Freude bereiten. Hinterlassen Sie beispielsweise jeden Morgen einen liebevollen Zettel oder rufen Sie einmal täglich zu Hause an. Zusätzlich können kurze SMS Zeichen setzen, dass Sie an Ihre Familie denken, selbst wenn Sie nicht zuhause sind.

Oder bestimmen Sie einen Abend oder Wochenendtag, an dem immer ein Familienmitglied bestimmen darf, was Sie gemeinsam unternehmen.

Mütter-Netzwerke organisieren

Verabreden Sie mit anderen Müttern, dass Sie sich mit bestimmten Aufgaben abwechseln: Nach dem rotierenden Prinzip ist dann mal diese und dann die nächste Mutter dran, mit allen Kindern der Clique zum Kieferorthopäden, ins Schwimmbad oder Kino zu gehen.

Bonus-System entwickeln

Viele Kinder übernehmen gerne ein bisschen Verantwortung: Die Übertragung leichter Aufgaben wie das Herausbringen des Mülls, das Fegen der Küche oder das Gießen der Blumen gibt ihnen das Gefühl, einen wichtigen Beitrag zu leisten.

Noch mehr Spaß macht das Helfen, wenn sie mit dem Erfüllen von Aufgaben Bonuspunkte bei Ihnen sammeln können, die auf einer Liste vermerkt und belohnt werden.

Kinderprogramme

Erkundigen Sie sich nach spannenden Kinderprogrammen, die Museen, Bildungsinstitutionen oder Theater vor allem in den Ferien, aber auch an den Wochenenden häufig für die Kleinen veranstalten. Ihre Kinder werden Ihnen die Abwechslung danken und Sie haben ein wenig mehr Entspannung.

Gemeinsam Sport treiben

Versuchen Sie möglichst oft das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden: Inlineskaten, Rudern, Walken oder Federballspielen mit Ihren Kids bringt Ihnen gesunde Bewegung, jede Menge Spaß und Ihren Kindern ein tolles Erlebnis. Zudem erhalten Sie auf spielerische Art und Weise Zugang zu Ihren Kindern.