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Bewirtungskosten: Finanzamt darf unvollständige Quittungen ablehnen

FOTONACHWEIS

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Bei jedem Unternehmer kommt es ab und zu vor, dass er einen Geschäftspartner in einer gastronomischen Einrichtung bewirten muss. Nach Erhalt der Bewirtungsquittung wird dann häufig die Frage gestellt: „Wie ist der Bewirtungsanlass auf diesen Beleg einzutragen?“

Die Steuerberater von Kunert Hamburg warnen, dass es keinen Abzug von Bewirtungskosten gibt, wenn die Angaben auf der Quittung des Restaurants ungenau sind.

Häufig werden lediglich die Namen der bewirteten Personen und ein Hinweis auf deren geschäftliche Tätigkeit als Bewirtungsanlass vermerkt. So notiert beispielsweise ein Unternehmer die Besprechung mit dem Steuerberater S. auf dem Beleg wie folgt: „S., Steuerberater“.

Finanzamt wissbegierig

Dies wird bei einer Prüfung dem Betriebsprüfer zu wenig sein – er wird sowohl die Betriebsausgabe streichen als auch den bereits vorgenommenen Vorsteuerabzug.

Urteil

In seinem Urteil vom 11.05.2011 hat das Finanzgericht Berlin-Brandenburg diese rigorose Vorgehensweise bestätigt (12 K 12209/10, EFG 2011 S. 2130).

Um dem entgegenzuwirken, ist eine ausführlichere Eintragung auf den Bewirtungsbelegen erforderlich – zum Beispiel: „S., Besprechung mit dem Steuerberater wegen aktueller Rechtsprechung im Zusammenhang mit dem Betriebsausgabenabzug von Bewirtungsaufwendungen“.

Fazit:

Die betriebliche Veranlassung jeder einzelnen Bewirtung ist ausführlich darzustellen.
Allein der Name der bewirteten Personen und deren Berufsbezeichnungen beziehungsweise Funktionen reichen nicht aus.

Info:

Kunert Hamburg