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Arbeitgeber-Bewertungsplattformen: Gehen Sie in die Offensive

FOTONACHWEIS

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Dank Web 2.0 lassen sich schlechte Arbeitsbedingungen wie mangelnde Aufstiegsmöglichkeiten, eine unterdurchschnittliche Bezahlung, die Ausnutzung von Praktikanten oder ein vergiftetes Betriebsklima immer schwerer verheimlichen.

Dafür sorgen Arbeitgeber-Bewertungsplattformen wie Kununu , Jobvoting , Mein Praktikum , Bizzwatch oder Kelzen.

Hier können Arbeitnehmer ihre Arbeitgeber anonym bewerten, in dem sie Sternchen vergeben und Kommentare schreiben. Auf diese Weise sind derzeit knapp 130.000 Bewertungen von 44.000 Unternehmen im Internet abrufbar.

Die persönlichen Empfehlungen werden vor allem von Bewerbern genutzt, die diese verständlicherweise als hilfreicher empfinden als die Selbstdarstellung der Unternehmen auf deren Webseite oder in deren Stellenanzeigen.

Löschungen selten

Da in Deutschland jeder das Recht auf freie Meinungsäußerung hat, werden Kommentare in der Regel nur dann gelöscht, wenn sie „wüste Schimpfwörter“ enthalten oder darin Vorgesetzte namentlich genannt werden.

Auch juristisch dagegen vorzugehen, ist meist schwierig, zumal die Geschäftsbedingungen der Portale entsprechend spitzfindig formuliert sind.

Offensiver Umgang empfohlen

Doch selbst wenn Sie irgendwo Kommentare löschen lassen, würden an anderer Stelle des weltweiten Netzes neue entstehen, beispielsweise über Facebook, Twitter & Co.

Unternehmer sind also gut geraten, von der Defensive in die Offensive zu wechseln:

Nehmen Sie Feedback-Möglichkeiten war, mithilfe derer Sie Arbeitnehmer-Kommentare mit einer Gegendarstellung kommentieren können.

Und laden Sie all Ihre Arbeitnehmer, Lehrlinge und Praktikanten ausdrücklich zur Bewertung Ihres Unternehmens auf einem der Portale ein, damit positive Bewertungen überwiegen oder zumindest ein ausgewogenes Bild von Ihrem Unternehmen entsteht.