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Leben

Rezept gegen Wintermüdigkeit: Mehr Licht

FOTONACHWEIS
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Schuld daran ist der Lichtmangel in den Wintermonaten, der nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die Gesundheit beeinträchtigen kann.

Wie Licht und Müdigkeit zusammenhängen

In den Augen befinden sich spezielle Nervenzellen, die registrieren, wie viel Licht ins Auge fällt. Diese Zellen stehen in Verbindung zu einem Bereich im Gehirn, der die „innere Uhr“ des Menschen steuert, der uns morgens aufwachen und abends müde sein lässt. Diese so genannten retinalen Ganglienzellen synchronisieren die innere Uhr mit Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Diese Steuerung geschieht über ein Eiweiß namens Melanopsin, das in diese speziellen Nervenzellen eingebaut ist. Es wird bei Lichteinstrahlung aktiviert und löst eine Reihe von Reaktionen aus, vor allem aber hemmt es die Ausschüttung des Melantonin, das die körpereigene „Uhr“ auf Nacht einstellt. Nehmen die Nervenzellen weniger Licht auf, wird weniger Melanopsin aktiviert, das Melatonin weniger in Schach gehalten. Die Folge: Wir sind auf Nacht eingestellt und entsprechend müde.

Kaffee und Schokolade – keine wirklich gute Lösung

Um die Müdigkeit zu bekämpfen, greift man oft zu Kaffee und auch die Lust auf Süßes steigt. Beides hilft nur sehr kurzfristig, danach ist man möglicherweise müder als zuvor.

So oft wie möglich ins Freie

Wichtiger ist, so oft wie möglich ins Freie zu gehen. Denn auch wenn im Winter das Tageslicht oft nur halb so schwach ist wie im Sommer, ist es immer noch deutlich stärker als beleuchtete Innenräume. Wer das „Licht-Tanken“ zudem mit Bewegung verbindet, bekommt zudem noch mehr Sauerstoff und kurbelt seinen Kreislauf an.

Tageslicht optimal nutzen

Wer in Innenräumen arbeiten muss, sollte seinen Arbeitsplatz möglichst nahe am Fenster haben, um das Tageslicht so weit wie möglich zu nutzen.

Die richtige Lampe

Die Steuerung der inneren Uhr geschieht hauptsächlich über den Blauanteil des Tageslichts. Dieser Blauanteil steigt am Vormittag stetig an, erreicht mittags sein Maximum und fällt am Nachmittag langsam ab. Beleuchtungskörper mit einem hohen Blauanteil können der Müdigkeit entgegenwirken, beispielsweise Tageslichtlampen. Aber auch die oft ungeliebten Energiesparlampen strahlen mehr blaues Licht als herkömmliche Glühbirnen aus. Dadurch wirkt das Licht zwar kälter, hilft aber gegen den Winterblues. Abends dagegen sollte man eher „warmes“ Licht mit geringem Blauanteil bevorzugen – es macht müde!