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Studie: Familienunternehmen investieren vermehrt in Digitalprojekte

FOTONACHWEIS
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Die großen deutschen Familienunternehmen treiben ihr Wachstum voran und investieren dafür kräftig. Insbesondere Investitionen in Digitalisierungsprojekte legen stark zu.

Das ist ein Ergebnis der Studie „Fit for Growth: Wie sich Familienunternehmen für ihr zukünftiges Wachstum aufstellen“, für die die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC rund 300 deutsche Familienunternehmen befragt hat.

Investieren und wachsen

Demnach haben sich Digitalisierungsprojekte in den wichtigsten Investitionsfeldern der nächsten drei Jahre im Vergleich zu den vergangenen drei Jahren weit nach vorne geschoben.

Die Wachstumsaussichten schätzen die Unternehmen insgesamt als gut ein: 83 Prozent der Familienunternehmen erwarten in den nächsten drei Jahren steigende Umsätze, 30 Prozent davon sogar im zweistelligen Prozentbereich.

Auch Kostensenkungsprogramme geplant

Befragt wurden die Unternehmen auch nach Kostensenkungsprogrammen: Wie bereits in den vergangenen drei Jahren, planen rund zwei Drittel der befragten Unternehmen auch in den kommenden drei Jahren solche Maßnahmen.

In der Vergangenheit standen vor allem Kostenreduktionen durch effizientere Prozesse im Vordergrund, z. B. die Optimierung des Einkaufs, der Standorte oder der Produktionsprozesse.

Kosten bei Prozessautomatisierung senken

Diesen Weg wollen die meisten Familienunternehmen laut PwC in den nächsten drei Jahren zwar fortsetzen. Ergänzend planen aber 85 Prozent eine Kostensenkung durch digitale Technologien, vor allem bei der Prozessautomatisierung.

Zum Vergleich: In den vergangenen drei Jahren hatten nur 66 Prozent auf diese Maßnahme gesetzt.

Risiken vermeiden durch strategisches Kostenmanagement

Grundsätzlich ist den Befragten bewusst, dass Kostensenkungsmaßnahmen Risiken bergen: Als größtes Risiko nennen 52 Prozent der Unternehmen den Know-how-Verlust durch abwandernde Mitarbeiter. 48 Prozent fürchten die fehlende Akzeptanz bei der Belegschaft.

Peter von Hochberg, Geschäftsführer bei Strategy&, der Strategieberatung von PwC: „Diese Risiken kann man eindämmen und sogar umkehren, indem man Kostensenkungen strategisch plant und die frei werdenden Ressourcen zielgerichtet in Bereiche investiert, die zum Wachstum beitragen.“

Wachstumsziele mit Kostensenkungen abgleichen

Dazu gehören laut von Hochberg auch die Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter für die Bereiche, in denen Unternehmen wachsen möchten, z.B. die Digitalisierung.

Peter von Hochberg: „Auf lange Sicht sind Kostensenkungen nämlich nur dann erfolgreich, wenn sie mit der Frage nach den eigenen Wachstumszielen und den dafür notwendigen Investitionen einhergehen.“