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Studie: Mittelstand muss beim Thema Dokumentensicherheit nachrüsten

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Im deutschen Mittelstand besteht Optimierungspotenzial, wenn es um unberechtigte Zugriffe auf sensible Dokumente geht, zum Beispiel bei Verträgen oder Korrespondenzen.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Statistikportals statista, für die rund 1.000 Büroangestellte befragt wurden.

Wie der Dokumentenmanagement-Dienstleister KYOCERA Document Solutions berichtet, kommen demnach mehr als 70 Prozent der deutschen Büroangestellten oft bzw. täglich mit sensiblen Dokumenten in Berührung.

Unberechtigte Zugriffe bei jedem zweiten Mitarbeiter

Besonders heikel: 53 Prozent haben mindestens einmal pro Woche Zugriff auf Dokumente, die nicht für sie bestimmt sind.

David Pütz, Produktmarketing Manager bei KYOCERA Document Solutions: „Gerade in kleinen und mittleren Unternehmen liegen Dokumente häufig in Netzwerk-Ordnern, auf die jeder Zugriff hat. Diese Informationen können dann nicht nur sehr leicht eingesehen, sondern auch kopiert oder weitergeleitet werden. Dies ist natürlich ein Risiko – insbesondere bei unzufriedenen oder unvorsichtigen Mitarbeitern.“

Sicherheitsrisiko: Ausgabefach des Druckers

Neben Netzwerkordnern entpuppen sich auch Bürodrucker bzw. Multifunktionssysteme als Sicherheitsrisiko: So hat laut Studie fast jeder fünfte Befragte schon einmal Ausdrucke von Kollegen im Ausgabefach des Druckers gefunden, die dort vergessen wurden.

28 Prozent gaben sogar an, dass sie hier oft bzw. regelmäßig auf sensible Dokumente stoßen, die nicht für ihre Augen bestimmt sind.

Die Umfrage zeigt, dass vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) Nachholbedarf beim Thema Dokumentensicherheit haben: 40 Prozent der Beschäftigten in Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern gaben an, dass ihr Unternehmen keinerlei Maßnahmen zur Verbesserung der Dokumentensicherheit ergriffen hat. In Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern sind es hingegen nur neun Prozent.