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Resturlaub: So gehen Arbeitgeber auf Nummer sicher

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Auch wenn die meisten Arbeitnehmer Urlaubstage aus dem alten ins neue Jahr mitnehmen und Arbeitgeber es zulassen – korrekt ist das nicht.

Wie die Steuerberatung Ecovis informiert, ist im Bundesurlaubsgesetz (Paragraph 7 BurlG) geregelt, dass der Urlaub in dem Jahr zu nehmen ist, in dem er entsteht. Eine Übertragung ins folgende Jahr sei nicht vorgesehen.

Keine Regel ohne Ausnahme

Die Ausnahme erläutert Marcus Bodem, Ecovis-Berater und Fachanwalt für Arbeitsrecht: Ein Arbeitnehmer kann Urlaubstage ins neue Jahr schieben, wenn er den Resturlaub aus folgenden Gründen nicht nehmen kann:

  • wegen Erkrankung
  • aus betrieblichen Gründen, weil beispielsweise zum Jahresende die Auftragsbücher gut gefüllt sind.

Stichtag 31. März

Aufgepasst: Der Stichtag, bis zu dem die Mitarbeiter den Resturlaub nachholen können, ist der 31. März des Folgejahres.

Nur wenn ein Angestellter die ersten drei Monate des Jahres krank bleibt, besteht der Urlaubsanspruch weiter.

Danach ist der Urlaub zeitnah im laufenden Kalenderjahr zu nehmen. Für Langzeiterkrankte gilt: Der Urlaub verfällt erst 15 Monate nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem er erworben wurde.

Marcus Bodem: „Befindet sich ein Mitarbeiter in der Probezeit und konnte daher nicht freimachen, darf er seinen Urlaub auch nach dem 31. März nehmen. Das gilt ebenso für Arbeitnehmer, die erst im Juli ins Unternehmen kamen.“

Geld statt Urlaub

Die finanzielle Abgeltung für nicht genommene Urlaubstage hört sich für Mitarbeiter zwar verlockend an, ist aber Ecovis zufolge nicht zulässig: Der gesetzlich festgelegte Mindesturlaub dient der Erholung und muss genommen werden.

Auszuzahlen ist er nur in dem Fall, wenn das Arbeitsverhältnis beendet worden ist und der Urlaub ganz oder teilweise nicht mehr genommen werden kann.

Marcus Bodem: „Sollte ein Unternehmer die Auszahlung mit einem Mitarbeiter vereinbart haben, ist das risikoreich. Ausgezahlter Urlaub gilt als nicht genommen und der Mitarbeiter kann die Urlaubstage noch einmal geltend machen.“