Das Unternehmerportal der Berliner Volksbank
Arbeiten

Digitalisierung: Arbeitgeber finden Neueinstellungen wichtiger als Weiterbildungen

FOTONACHWEIS
© magele-picture - fotolia.com

Neun von zehn deutschen Personalchefs finden, dass die Neueinstellung von Mitarbeitern eine wichtige Methode ist, um den Herausforderungen der Digitalisierung zu begegnen. Nur sechs von zehn Arbeitgebern setzen dagegen darauf, bestehende Mitarbeiter weiterzubilden.

Das geht aus der aktuellen Randstad-ifo-Personalleiterbefragung hervor, für die mehr als 1.000 Personalchefs befragt wurden.

Demnach wollen die Befragten durch Neueinstellungen möglichst schnell auf die Personalengpässe reagieren, die durch den digitalen Wandel entstehen – jedes zweite Unternehmen ist schon jetzt stark von der Digitalisierung betroffen.

Wissenslücken durch neue Mitarbeiter schließen

Gleichzeitig sind knapp 40 Prozent der Personalleiter der Meinung, dass ihre Angestellten weniger gut bis schlecht auf die neuen Anforderungen vorbereitet sind.

Ihnen ist klar, dass sie diese Wissenslücke bald schließen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Vor allem große Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern setzen deshalb auf Neueinstellungen.

Den Wissenszugewinn durch neues Personal schätzen 88 Prozent der Personalchefs als wichtig oder sehr wichtig für ihre Personalstrategie ein.

Weiterbildungen spielen trotzdem wichtige Rolle

Die Unternehmen sollten Weiterbildungen aber nicht aus den Augen verlieren, mahnt Dr. Christoph Kahlenberg, Leiter der Randstad Akademie: „Frisch eingestellte Fachkräfte bringen zwar relativ schnell neues Know-how ins Unternehmen, das kann aber andere Maßnahmen nicht ersetzen. Mitarbeiterschulungen und Angebote zum lebenslangen Lernen sind auf lange Sicht nachhaltiger und effektiver. So sind Unternehmen unabhängiger vom Arbeitsmarkt und beugen einem Fachkräftemangel vor.“