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Sparquote: Deutsche sparen trotz Niedrigzinsen

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Die Sparquote bleibt in Deutschland trotz anhaltend niedriger Zinsen stabil. Im Frühjahrsquartal 2017 sparten die deutschen Bundesbürger im Schnitt 9,7 Prozent ihres verfügbaren Einkommens.

Dies berichtet der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

Demnach war die Sparquote damit ähnlich hoch wie in den Jahren 2015 und 2016, als sie bei 9,6 bzw. 9,7 Prozent lag.

Bankeinlagen und Wertpapiere sind beliebt

Vorherrschende Sparform bleibt dem BVR zufolge die Bankeinlage: Im ersten Jahresquartal 2017 flossen den deutschen Banken noch einmal knapp vier Milliarden Euro mehr an Geldern zu als im Vorjahresquartal.

Insgesamt parkten die Bundesbürger 121,5 Milliarden Euro bei Banken. In Wertpapieren legten die Deutschen 32,5 Milliarden Euro an, nach 49,6 Milliarden Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

BVR-Vorstand Dr. Andreas Martin: „Das ist zwar ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr, aber ein höherer Wert als vor Beginn der Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank im Jahr 2014.“

Wer wenig hat, spart noch weniger

Die Schattenseite der niedrigen Zinsen ist aber ebenfalls spürbar: Einer BVR-eigenen Umfrage zufolge hat sich der Anteil der Nichtsparer bei persönlichen Nettoeinkommen unter 1.000 Euro von 28 Prozent auf 36 Prozent erhöht.

Martin: „Diese Entwicklung ist problematisch, da eine verstärkte private Vorsorge gerade für diese Haushalte besonders wichtig wäre.“ Die Sparquote finanziell besser gestellter Haushalte dürfte indes der BVR-Umfrage zufolge gestiegen sein.

Gesamtvermögen steigt weiter

Das gesamte Vermögen der privaten Haushalte hat sich im Jahr 2016 nach Schätzungen des BVR um 2,7 Prozent auf 14.217 Milliarden Euro erhöht.

Gut die Hälfte des Vermögens (52 Prozent) der privaten Haushalte sind Immobilien, während der Anteil des Geldvermögens bei 39 Prozent liegt.

Die übrigen knapp neun Prozent umfassen das Gebrauchsvermögen in Form von Möbeln, Einrichtungen, Automobilen und anderen langlebigen Gütern.