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Persönliche Kundendaten sammeln: Für Konsumenten ein zweischneidiges Schwert

FOTONACHWEIS
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56 Prozent der Deutschen nutzen Payback als Kundenvorteilsprogramm, immerhin jeder Dritte nutzt die Deutschlandcard. Auf der anderen Seite stehen 53 Prozent personalisierter Werbung aber ablehnend gegenüber.

Das zeigen die Studien „Hyperpersonalisierung vs. Datenschutz“ und „Hyperpersonalisierung: die Masse individualisieren“ des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov.

Die meisten Konsumenten haben Angst vor Datendiebstahl

Demnach plagen die Deutschen massive Ängste bezüglich der Verwendung ihrer persönlichen Daten.

70 Prozent haben Bedenken, dass ihre persönlichen Informationen in die falschen Hände geraten, beispielsweise durch Diebstahl. Viele wissen laut YouGov nicht genau, was mit ihren Daten geschieht und sind deshalb misstrauisch.

Unternehmen müssen Kontrolle über Daten gewährleisten

Dienstleister sollten stets Transparenz und Kontrolle über die Verwendung der persönlichen Daten ihrer Kunden gewährleisten, um weiterhin von den Vorteilen der Hyperpersonalisierung zu profitieren.

Beispielsweise möchten 79 Prozent der Konsumenten jederzeit wissen, welche Daten das Unternehmen für die personalisierte Ansprache konkret über sie sammelt bzw. besitzt.

Unternehmen, die an Kundendaten interessiert sind, sollten dabei die Bereitschaft ihrer Kunden nicht überstrapazieren.

Tipp 1: Nicht alle Daten erfragen

Informationen über Wohnort, Alter und Geschlecht, Gesundheitsfragen wie Allergien oder auch Einkaufsgewohnheiten, sind rund ein Drittel bereit zu liefern.

Die Preisgabe von Daten zu den eigenen Finanzen, zur Internetnutzung und zum eigenen Gemütszustand wird jedoch von der überwiegenden Mehrheit abgelehnt.

Zu den Branchen und Bereichen, in denen Kunden am ehesten bereit sind, ihre Daten zur Verfügung zu stellen, zählen besonders öffentliche Einrichtungen (z. B. Krankenhäuser und Bibliotheken), Apotheken und Pharmaunternehmen, Internet-Unternehmen wie Google oder Amazon, Banken, Einzelhändler wie Rewe oder Saturn, aber auch Mobilitätsdienstleister und Reiseanbieter wie z. B. die Deutsche Bahn.

Tipp 2: Kunden Mehrwert bieten

Unternehmen sollten ihren Kunden für die Preisgabe von Daten darüber hinaus echte Mehrwerte bieten.

Jeder Zweite, der den Erhalt von personalisierten Daten nicht gänzlich ablehnt, würde Daten über sich, sein Einkaufsverhalten, seine Interessen und Einkaufsvorlieben preisgeben, wenn er dadurch Geld spare.

37 Prozent würden dies im Falle einer Zeitersparnis tun. Aber auch die Unterstützung bei alltäglichen Aufgaben – wie etwa mithilfe von digitalen Assistenten – kann Kunden zusätzlich begeistern.