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Ohne Risiko und Zusatzkosten: Neues Betriebsrentengesetz entlastet Arbeitgeber

FOTONACHWEIS
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Die sogenannte „Nahles-Rente“ kann die Attraktivität eines Arbeitgebers steigern. Bisher galt das vor allem für große Unternehmen. Anfang Januar 2018 tritt jedoch ein Betriebsrentenstärkungsgesetz speziell für KMU in Kraft. Neu ist dabei vor allem, dass die Arbeitgeber von der Garantiehaftung befreit sind und nicht für die Höhe der Betriebsrenten einstehen müssen. Sollte eine Pensionskasse also Leistungskürzungen vornehmen oder gar Pleite gehen, kann künftig nicht mehr der Arbeitgeber in die Pflicht genommen werden – solange er die Sparbeiträge vorschriftsmäßig eingezahlt hat. Das Risiko tragen nun die Mitarbeiter. Da die Versorgungseinrichtungen der gesetzlichen Versicherungsaufsicht unterliegen, ist generell eher mit vorsichtigen Anlagemodellen zu rechnen.

Entgeltumwandlung und staatliche Zuschüsse

Die neue Form der Betriebsrente ermöglicht es den Mitarbeitern, per Entgeltumwandlung einen Teil ihres Bruttogehalts anzusparen. Auf diese Weise sinkt die Summe der vom Arbeitgeber zu zahlenden Sozialbeiträge. Den Betrieben entstehen trotz eines Arbeitgeberzuschusses von etwa 15 Prozent zum Sparbeitrag des jeweiligen Mitarbeiters unterm Strich keine Zusatzkosten.

Zusätzlich attraktiv wird die Betriebsrente durch Zuschüsse, die der Staat gibt. Arbeitgeber, die Mitarbeitern mit einem Bruttoeinkommen unter 2.200 Euro beim Ansparen einer Betriebsrente unterstützen, werden staatlich gefördert. Für einen jährlichen Zuschuss zwischen 240 und 480 Euro erhält der Arbeitgeber 30 Prozent, also 72 bis 144 Euro, die er einfach durch Abzug von der Lohnsteuer einbehalten kann.

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