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Einkaufsallianzen: Wie Sie durch Kooperationen Geld sparen

FOTONACHWEIS
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Warum den Einkauf für Computer, Telekommunikationsbedarf, Verpackungen oder den Fuhrpark ganz alleine bestreiten, wenn man per Kooperation wesentlich günstigere Preise mit den Lieferanten aushandeln kann? Tatsächlich sind durch solche gemeinsamen Beschaffungen erhebliche Einsparungen möglich. Ob nun Firmen eines Gewerbegebietes gemeinsam Druckerbedarf einkaufen oder sich Unternehmen zusammentun, die bestimmte Waren aus einem bestimmten Land beziehen – für Einkaufskooperationen gibt es verschiedene Modelle. So ist zum Beispiel sogar eine Holding denkbar, unter der verschiedene Firmen gemeinsam einkaufen.

Risiken und Nebenwirkungen

Auch wenn das Einsparpotential groß ist: Einkaufkooperationen verursachen zunächst einmal auch Aufwand und damit Kosten. So kann neben mehr Arbeitszeit für die Kommunikation auch ein eigenes Büro erforderlich werden. Auch kann geringes Vertrauen (z. B. unter Wettbewerbern) die Zusammenarbeit erschweren, Unternehmen durch die Kooperation teilweise Einblicke in die Geschäftsprozesse der Konkurrenz gewinnen. Auch das sensible Thema Datenschutz spielt bei solchen Allianzen eine Rolle. Wichtig ist der Rückhalt der jeweiligen Geschäftsführung und die Bereitschaft der Kooperationspartner, sich einander in gewissem Maße zu öffnen.

Weitere Punkte, die bedacht werden sollten: Durch einen Umverteilungsschlüssel sollte präzise und transparent geregelt sein, wer zu wieviel Prozent von den ausgehandelten Rabatten profitiert. Daher sollten die Kooperationen nicht zu groß sein. Experten nennen als Grenze 15 Teilnehmer. Schließlich ist zu bedenken, dass gerade sehr gut laufende Einkaufskooperationen unter Kartellverdacht geraten können, wenn der Druck auf Lieferanten zu groß wird.

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