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Selbstständig als Ingenieur: Afschin Tabassomi ist Chef des Büros W33

FOTONACHWEIS
Afschin Tabassomi (re.), Petrus Leistenschneider (Mitte), Michael Moritz (Foto: © Clemens Kind)

Afschin Tabassomi stammt aus Teheran. Mitte der 1980er Jahre kam er nach Berlin, um an der TFH Elektrotechnik zu studieren. Von Anfang an strebte er die Selbstständigkeit an. Das Unternehmertum liegt Tabassomi im Blut. Als 28-jähriger gründete er sein eigenes Ingenieurbüro für elektrotechnische Anlagen. Als sich im Jahr 2001 die Gelegenheit bot, verschmolz er sein Unternehmen mit der Ingenieurgesellschaft W33 mbH. Seitdem kann Afschin Tabassomi auch größere Projekte betreuen. Neben ihm führt Petrus Leistenschneider, seines Zeichens Diplom-Ingenieur für Architektur, die Geschäfte. Mittlerweile ist mit Michael Moritz (Diplom-Ingenieur für Versorgungstechnik) ein dritter Gesellschafter an Bord. Jeder der drei bringt seine spezifische Expertise ein und ist Ansprechpartner für unterschiedliche Schwerpunkte des Spektrums.

Ein großes Netzwerk für große Projekte

Die W33 mbH wurde 1996 gegründet. Ihren Namen verdankt dem Gründungsort: der Waldemarstraße 33 in Kreuzberg. Aktuell arbeitet das Ingenieurbüro unter anderem an den mechanischen und elektrotechnischen Gewerken für die Grundinstandsetzung der Neuen Nationalgalerie in Berlin, die nach Plänen des Büros David Chipperfield Architects erfolgt. Ein weiteres Projekt mit dem Afschin Tabassomi und die W33 mbH betraut sind, ist das große Riverside-Wohnungsbauvorhaben mit über 80.000 m² Wohnfläche in der Nähe vom Berliner Hauptbahnhof.

„Mit unserem Leistungsbild decken wir alle Fragen zur technischen Gebäudeausrüstung ab“, sagt Afschin Tabassomi. „Und wo wir einmal nicht weiter wissen, greifen wir auf unser über die Jahre gewachsenes Experten-Netzwerk zurück.“ Den Gesellschaftern geht es darum, als integrativer Dienstleister Lösungen zu entwickeln und umzusetzen, die den Kundenwünschen in wirtschaftlicher, gestalterischer und funktionaler Hinsicht so gerecht werden wie möglich. Dazu stehen dem Unternehmen mittlerweile mehr als 30 Festangestellte zur Verfügung, von denen die meisten Ingenieure und Techniker sind. Den Rest stellen technische Zeichner und kaufmännische Angestellte.

Kommunikativer Balanceakt

Den strategischen Ansatz von W33 fasst Afschin Tabassomi so zusammen: „Als Fachplaner, Fachbauleiter, Controller und Projektsteuerer sorgen wir im Interesse unserer Auftraggeber für die Einhaltung von Kosten, Terminketten, Leistung und Qualität. Dazu gehört natürlich eine realistische Einschätzung von Anfang an. Und die ist nur möglich, wenn Gesellschafter und Mitarbeiter ihre technische, wirtschaftliche und organisatorische Expertise zu einer Gesamtschau verbinden können.“ Genau dies macht die Arbeit für Afschin Tabassomi so befriedigend, aber auch so herausfordernd. Immer gibt es etwas Neues zu lernen, immer gibt es ein Detail, das auch noch berücksichtigt werden muss. Auch der „kommunikative Balanceakt zwischen Bauherren, Architekten und eigenen Mitarbeitern“ ist für Afschin Tabassomi Teil eines lebenslangen Lernprozesses. „Der Job wird nie langweilig“, sagt der energiegeladene Unternehmer. „Jedes Gebäude, das wir planen, ist ein Unikat.“

Als Chef ständig im Dienst

Stolz verweist Afschin Tabassomi auf mehr als 200 erfolgreich umgesetzte Projekte wie das Centurion Commercial Center in der Hamburger HafenCity, das Haus der Bildung in Bonn oder das Institut für die Klimafolgenforschung in Potsdam. Die Stärke von W33 sieht er in dem hochqualifizierten Personal, das dem Kunden von Beginn der Planung bis in den laufenden Betrieb hinein zur Seite steht. „Wir bauen auf eine langfristige Zusammenarbeit mit unseren Mitarbeitern“, sagt Tabassomi. Kontinuierliche Fortbildungen und Zertifizierungen gehören für ihn ebenso zum Selbstverständnis des Büros wie das Vertrauen in die Verantwortungsbereitschaft der Mitarbeiter.

Als Chef fühlt sich Afschin Tabassomi „ständig im Dienst“. Es macht ihm nichts aus, Tag und Nacht für Kunden wie für seine Mitarbeiter erreichbar zu sein. Zu seinem Tätigkeitsfeld gehört neben den klassischen Aufgaben eines Geschäftsführers wie Akquise, Mitarbeiterführung oder Kapazitätsplanung auch die aktive Mitarbeit in den einzelnen Planungsprozessen. Für Tabassomi gehört es auch zu seinem Job als Geschäftsführer, die Augen nicht vor den Herausforderungen der Branche zu verschließen: „Aktuell ist es alles andere als einfach, gutes Fachpersonal zu finden. Für eine gesunde, langsame Expansion brauchen wir mittelfristig aber noch mehr gute Leute.“

Starke Partner sind überlebenswichtig

Eine weitere Herausforderung sieht der 49-jährige darin, unter Einhaltung der einschlägigen Normen und Vorschriften Anlagen zu planen, die sowohl wirtschaftlich sind als auch höheren Ansprüchen an Gestaltung und Funktionalität gerecht werden. „Starke Partner sind für uns dabei überlebenswichtig“, sagt Afschin Tabassomi. Dazu zählt für ihn auch die Berliner Volksbank, der die Ingenieurgesellschaft einen Betriebsmittelkredit verdankt. „Sehr angenehm für uns waren dabei die verhältnismäßig kurzen Entscheidungswege und die direkte und kollegiale Zusammenarbeit mit der Entscheidungsträgerin“, sagt Afschin Tabassomi.