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Strategie

Personalmanagement: Humor bei der Arbeit verbessert den Erfolg

FOTONACHWEIS
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Lachen wirkt entspannend, senkt die Herzfrequenz sowie den Blutdruck und macht Schmerzen erträglicher. Zudem reduzieren die ausgeschütteten Glückshormone Angst, Anspannung und Stress.

Entsprechend schätzen die meisten Arbeitnehmer Humor bei der Arbeit als sehr wichtig ein, wie eine Online-Umfrage von TÜV Rheinland unter fast 550 Deutschen zeigt.

Humor sei wichtig am Arbeitsplatz, bestätigt Iris Dohmen, Fachgebietsleiterin bei TÜV Rheinland: „Humor wirkt sich auf vielfältige Weise auf das Arbeitsergebnis aus: Er fördert die geistige Flexibilität, verbessert die Zusammenarbeit und ist gut für die Gesundheit.“

Humor kann Konflikte entschärfen

Die entspannende Wirkung von Humor hilft, emotional aufgeladene Situationen zu entschärfen. Daher kann ein bewusst eingesetzter Scherz dazu beitragen, Konflikte auf eine sachliche Ebene zurückzuführen.

Eine humorvolle Einstellung unterstützt Menschen dabei, auch unter schwierigen Bedingungen die eigenen Gefühle zu kontrollieren und authentisch zu wirken.

Das erleichtert einen respektvollen, konstruktiven und wertschätzenden Umgang mit Mitarbeitern und Kunden, der maßgeblich zum Unternehmenserfolg beiträgt.

Humorvolle Führungskräfte wirken kompetenter

Führungskräfte, die sich auch in kritischen Momenten Leichtigkeit und einen humorvollen Blick auf das Geschehen bewahren, wirken kompetent, lösungsorientiert und sympathisch.

Dohmen: „Humor ermöglicht es, Abstand zu einem Problem zu gewinnen. Das schafft Offenheit für neue Lösungen und setzt Kreativität frei. Dieses Potenzial können Führungskräfte für ihre eigenen Entscheidungen, aber auch in festgefahrenen Meetings gezielt nutzen.“

Humor ist nicht gleich Humor

Wichtig ist, dass die Lacher nicht auf Kosten einzelner Mitarbeiter gehen oder besondere Eigenschaften in verletzender Form aufs Korn gekommen werden. Diese negative Form des Humors wirkt ausgrenzend und verstärkt Spannungen im Unternehmen.

Welcher Humor ankommt, hängt von der Umgebung, dem Alter der Mitarbeiter und deren kulturellem Hintergrund ab.

Der typische britische Humor ist dafür ein gutes Beispiel: Mit seiner Trockenheit, Schwärze, Absurdität und Unverblümtheit kommt er nicht überall gut an. Auch Ironie wird oft nicht verstanden und sollte daher wohldosiert eingesetzt werden.

Über sich selbst zu lachen ist die Königsdisziplin des Humors, so Dohmen: „Wer seine Fehler kennt und akzeptiert hat, kann mit der Zeit darüber lächeln. Diese Fähigkeit ist eine Voraussetzung dafür, eine liebevolle und humorvolle Sicht auf die Arbeitssituation sowie die Mitarbeiter zu gewinnen.“