Das Unternehmerportal der Berliner Volksbank
Arbeiten

Onboarding: So arbeiten Sie neue Mitarbeiter gut ein

FOTONACHWEIS
© S.H.exclusiv - fotolia.com

Es ist nicht gerade leicht, passende Mitarbeiter für das eigene Unternehmen zu finden. Umso wichtiger ist es, potentiell gute Kollegen zu halten. Das Gegenteil scheint jedoch im deutschen Firmenalltag der Fall zu sein: Statistiken zufolge endet jedes fünfte Arbeitsverhältnis bereits im ersten Halbjahr. Für den Arbeitgeber ist das teuer und aufwändig, denn das Rekrutieren neuer Kräfte kostet Zeit und Energie. Firmen, die einmal ein Einarbeitungs-Konzept erarbeitet haben, sind im Vorteil. Sie haben einen Leitfaden, der ihnen beim „Onboarding“ neuer Kollegen hilft. Ein solches Konzept muss nur einmal erstellt werden und zahlt sich dann immer wieder aus.

Harte und weiche Faktoren im Onboarding-Konzept

Neue Mitarbeiter sollten nicht ins kalte Wasser geworfen werden. Eine gründliche Einarbeitung bedeutet, dass den Neulingen nicht nur ausführlich gezeigt wird, was ihre Aufgaben sind – sie sollten auch immer wissen, an wen sie sich mit Fragen wenden können. Ein freundlicher, geduldiger, verlässlicher Mentor ist in den Einstiegswochen Gold wert. Neben einer gründlichen fachlichen Einarbeitung gehören auch weiche Faktoren in ein gutes Onboarding-Konzept. Bietet die neue Firma Hilfe beim Umzug, beim Einleben in eine neue Umgebung, beim Kennenlernen der Kollegen und der Firmenkultur? Ein strukturierter Einarbeitungs-Plan geht vom Neuling aus? Was möchte er oder sie wissen? Und was sollte der Neuling wissen, obwohl er gar nicht danach fragt? Dazu gehören zum Beispiel typische Prozesse, ethische Richtlinien, firmenintern genutzte Tools oder informelle Kommunikationswege.

Schulungen und Feedback

Je nach Firma sind Schulungen unverzichtbar oder zumindest ein guter Weg, um den neuen Mitarbeiter mit den Abläufen an seinem neuen Arbeitsplatz vertraut zu machen. Dazu gehören beispielsweise Schulungen zum Thema „Datenschutz“ oder „IT-Sicherheit“, aber auch fachspezifische Schulungen, die sich eigens auf den Arbeitsbereich des neuen Mitarbeiters beziehen.

Wichtig ist darüber hinaus, Zeiträume zu schaffen, in denen der Neuling Fragen stellen kann, aber auch selbst Fragen beantwortet: Ist er zufrieden? Gibt es Probleme? Fühlt er sich den übertragenen Aufgaben gewachsen oder ist sogar unterfordert? Arbeitgeber, die eine wertschätzende Atmosphäre schaffen, werden nicht nur ehrlichere Antworten auf solche Fragen hören, sondern können ihre Angestellten auch besser einschätzen und einsetzen. Am Ende sind alle zufriedener. Auch KMU sollten sich daher über ein Onboarding-Konzept Gedanken machen, zum Beispiel anhand einer Checkliste.

Weitere Informationen

Onboarding-Konzepte

(Quelle: www.marktundmittelstand.de)