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Deutschlands Top Manager wünschen sich einen kulturellen Quantensprung

FOTONACHWEIS
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In vielen Unternehmen ist die „Arbeitswelt 1.0“ noch Realität: Vier von zehn Top Managern beschreiben ihre aktuelle Unternehmenskultur als tendenziell „bevormundend“, „fremdgesteuert“, „kontrollierend“ und „alles vorausplanend“.

Das wollen die Manager ändern, so das Ergebnis der Studie „Digital Leadership 2017“, für die die Personalberatung Rochus Mummert mehr als 114 Top-Manager aus deutschen Unternehmen befragt hat.

Demnach soll nach Meinung der Befragten schon in fünf Jahren in den meisten Unternehmen eine wertschätzende Kultur mit eigenverantwortlicher Arbeit etabliert sein. Das Ziel: Es soll ein Klima herrschen, in dem die Mitarbeiter über sich hinauswachsen können.

Langer Weg bis zum wertschätzenden Klima

In Sachen Wertschätzung ist dabei laut Studie noch einiges an Wegstrecke zu bewältigen: Gerade einmal jeder zehnte befragte Vorstand oder Geschäftsführer bezeichnet die Führungskultur in seinem Unternehmen derzeit als uneingeschränkt wertschätzend.

So fehlt etwa in vielen Unternehmen eine kontinuierliche Feedback-Kultur, die nicht nur dem Unternehmen, sondern jedem einzelnen Mitarbeiter dabei hilft, kontinuierlich besser zu werden.

Gesucht: Gesunde Unternehmenskultur 4.0

Dabei legten gerade Top-Manager und Experten Wert auf eine Unternehmenskultur, die zu den persönlichen Grundwerten passt, sagt Peter Schoppe, Associate Partner bei Rochus Mummert: „Oft entscheidet genau dieser Punkt darüber, ob jemand dazu bereit ist, eine neue Herausforderung anzunehmen.“

Aus Sicht der befragten Führungskräfte ist für den kulturellen Quantensprung vor allem der CEO verantwortlich.

Das sei im Ansatz richtig, so Digitalisierungs-Experte Schoppe. Aber: „Digitalisierung und der damit einhergehende kulturelle Wandel müssen im gesamten Führungsteam eines Unternehmens fest verankert sein. Denn solange alles nur als ein persönliches Steckenpferd des Chefs erscheint, wird die erhoffte Wirkung ausbleiben.“