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Digitaler Schutzwall: So schützen sich KMU vor Cyberattacken

FOTONACHWEIS
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Laut einer Umfrage des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wurden in jüngster Zeit 66 Prozent der befragten Unternehmen Opfer von Cyberangriffen. Dabei konnten 47 Prozent diese Angriffe nicht abwehren. Zu den gängigen Attacken gehören Trojaner, die Unternehmensdateien verschlüsseln und erst gegen eine Lösegeldzahlung wieder „entsperren“. Auch das Ausspähen von Unternehmensinterna, der Diebstahl elektronischer Daten, Sabotage an Betriebsnetzwerken oder schlicht Betrug per Mail sind weiterhin auf dem Vormarsch. Trotzdem verfügen laut einer BSI-Studie zwei Drittel aller befragten Unternehmen nicht über ein IT-Sicherheitskonzept. Die größten Mängel finden sich bei Betrieben mit weniger als 50 Mitarbeitern. Hier wird oft erst dann reagiert, wenn der Schaden bereits entstanden ist.

Was kleine Unternehmen tun können

Gerade kleine und neugegründete Unternehmen sind so vom Tagesgeschäft absorbiert, dass sie den zusätzlichen Aufwand und die Extra-Kosten durch ein IT-Sicherheitskonzept scheuen. Die negativen Folgen eines Angriffs können jedoch erheblich sein. Daher ist es sinnvoll zunächst eine Risikoanalyse vorzunehmen. Eine preisgünstige Alternative ist der IT-Grundschutz des BSI. Im BSI-Standard 100-2 wird Schritt für Schritt gezeigt, auf welche Weise sich Managementsysteme für IT-Sicherheit in planen, installieren und betreiben lassen. Dabei ist es erst einmal ratsam, einen Geltungsbereich zu definieren und zunächst die sensibelsten Bereiche mit dem höchsten Schutz auszustatten. Unabdingbar ist es auch, die eigenen IT-Strukturen zu analysieren und das Zusammenspiel der Geschäftsprozesse unter Sicherheitsaspekten zu durchleuchten, um anschließend den realen Schutzbedarf festzustellen. Nach dem Auswählen und individuellen Anpassen von Maßnahmen, sollte ein Basis-Sicherheitscheck durchgeführt werden.

(Quelle: www.digitaler-mittelstand.de)