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Strategie

Gesetzesänderung: Wie Sie von der neuen Verlustverrechnung profitieren

FOTONACHWEIS
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Die neue Vorschrift im Körperschaftssteuergesetz Paragraf 8d lässt Unternehmer von Kapitalgesellschaften aufatmen: Anders als bisher können die aufgelaufenen Verluste nun auch dann steuerlich geltend gemacht werden, wenn das Unternehmen neues Eigenkapital (zum Beispiel durch die Aufnahme neuer Gesellschafter) beschafft hat. Um diese Verluste mit den Gewinnen zu verrechnen, müssen Unternehmer die neue Verlustverrechnung beantragen und bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Die Firma darf sich weder an Personengesellschaften beteiligen noch  einen zusätzlichen Geschäftsbetrieb aufnehmen. Außerdem darf sich ihr Geschäftsbetrieb in den letzten drei Jahren bzw. seit der Gründung nicht wesentlich geändert haben, darf nicht geruht haben und muss entsprechend fortgeführt werden. Außerdem dürfen keine stillen Reserven auf die Kapitalgesellschaft übertragen worden sein. Gemeint sind damit Wirtschaftsgüter unterhalb des gemeinen Wertes.

Bei der neuen Verlustverrechnung handelt es sich um ein Wahlrecht. Wenn Sie davon Gebrauch machen wollen, müssen Sie in Ihrer Steuererklärung einen entsprechenden Antrag stellen. Der Antrag darf nur einheitlich für Gewerbe- und Körperschaftssteuer gestellt werden.