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Studie: Handwerk hat Altersvorsorge im Blick

FOTONACHWEIS
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Die überwiegende Mehrzahl der selbstständigen Handwerker in Deutschland sorgt für ihr Alter vor – meistens in Form einer privaten Lebensversicherung.

Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter knapp 1.300 Handwerksbetrieben von Creditreform.

Die häufigsten Formen der Altersvorsorge von Handwerksunternehmen sind demnach:

  1. Eine private Lebensversicherung (71,8 Prozent)
  2. Immobilienkauf (38,6 Prozent)
  3. Eine staatlich geförderte Riester- bzw. Rürup-Rente (31,3 Prozent)
  4. Einzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung (28,9 Prozent)
  5. Erlös aus Verkauf oder Übergabe des Betriebes für die Alterssicherung (24,9 Prozent).

Da ein Großteil der selbstständigen Handwerker laut Creditreform vor der Selbstständigkeit sozialversicherungspflichtig beschäftigt war, können hierdurch weitere Rentenzahlungen hinzukommen, etwa aus der gesetzlichen Rente oder einer Betriebsrente.

Ältere Handwerker geben mehr Geld für Altersvorsorge aus

Der Studie zufolge gibt jeder vierte selbstständige Handwerker zwischen 250 und 500 Euro im Monat für seine Altersvorsorge aus, 15 Prozent der Befragten sogar mehr als 1.000 Euro.

Der finanzielle Spielraum ist bei jüngeren Personen und kleineren Betrieben tendenziell geringer.

Handwerker finden Vorsorgepflicht grundsätzlich richtig

Vor dem Hintergrund des Anstiegs der Zahl der Solo-Selbstständigen auch im Handwerk und wachsender Befürchtungen von Altersarmut plant die Bundesregierung eine Altersvorsorgepflicht für alle Selbstständigen.

Knapp 70 Prozent der Handwerker bewerten die Pläne der Bundesregierung grundsätzlich positiv.

Teilweise wurde in der Umfrage aber gefordert, dass diese Vorsorgepflicht nur für Personen gelten soll, die noch nicht privat vorsorgen. Jüngere Handwerksunternehmer sehen eine obligatorische Altersvorsorge für alle skeptischer.